Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Ein Betrieb aus dem Oberallgäu ist nur knapp an einem hohen finanziellen Schaden vorbeigekommen. Ein bislang unbekannter Täter hatte sich bei dem Lebensmittelhersteller mit einer professionell wirkenden Großbestellung gemeldet, deren Umfang im sechsstelligen Bereich lag. Im weiteren Schriftverkehr verlangte der angebliche Vermittler jedoch eine Vorabzahlung in Form einer Provision über ein Konto für Kryptowährungen.

Der Unternehmer wurde stutzig, weil der vermeintliche Abnehmer nicht über die üblichen Abläufe und Kenntnisse verfügte, die bei solchen Geschäftsbeziehungen normal wären. Daraufhin brach er den Kontakt ab und wandte sich an die Polizei. Ein finanzieller Verlust entstand nicht. Ermittlungen der Kriminalpolizei Kempten ergaben, dass der Täter sich unrechtmäßig als Geschäftsführer eines bekannten Schweizer Traditionsunternehmens ausgegeben hatte.
Die Polizei warnt Firmen vor ähnlichen Betrugsmaschen. Besonders vorsichtig sollten Unternehmen sein, wenn sich unbekannte Großkunden per E-Mail oder Messenger-Diensten melden. Alarmzeichen sind unter anderem Forderungen nach Vorauszahlungen in Kryptowährung oder angeblichen Vermittlungsgebühren, starker Zeitdruck sowie unplausible oder widersprüchliche Angaben.
Empfohlen wird, die Identität von Geschäftspartnern sorgfältig zu überprüfen, etwa über offizielle Register oder die Unternehmenswebseite. Außerdem sollten keine Vorauszahlungen geleistet und bei Verdachtsmomenten umgehend die Polizei eingeschaltet werden. Die weiteren Ermittlungen laufen.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Betrug Polizei Unternehmen