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Panorama

Fahrrad statt Auto: Ringfahrt in Kempten findet wieder statt

today20. Mai 2022

Hintergrund
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Einmal im Jahr ist es möglich über den Stadtring in Kempten mit dem Rad zu fahren. Dort, wo normalerweise Autofahrer und LKW unterwegs sind, fahren für ein paar Stunden Hunderte Radler entlang. In diesem Jahr findet die sogenannte "Ringfahrt" vom ADFC Oberallgäu-Kempten wieder statt, am Sonntag um 14 Uhr fällt der Start am Hildegardplatz.

"Das ist eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte", sagt der Kreisvorsitzende Tobias Heilig vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Oberallgäu-Kempten. "Das gibt's nur einmal im Jahr, dass Radler mit Polizeischutz auf dem Ring fahren dürfen, ganz offiziell und erlaubt." Auch Kinder dürfen den Ring befahren, die Voraussetzung ist, dass sie alleine Rad fahren können.

Die letzte Ringfahrt war 2019, 750 Teilnehmer hat Heilig auf dem Ring gezählt. In diesem Jahr geht er von Tausend Teilnehmern aus, wenn das Wetter mitmacht. "Es war ein großes Fest, als alle mit ihren Klingeln den Ring entlang gefahren sind. Darauf hoffen wir auch in diesem Jahr."

Stadtring wird für Autofahrer kurzzeitig gesperrt

Der Ring wird für die Autofahrer nicht den ganzen Nachmittag gesperrt sein. Die Polizei sperrt jeweils nur den Abschnitt, wo gerade gefahren wird, erklärt Tobias Heilig. "Wir fahren mit einer Polizeieskorte, die vorne absperrt und hinten den Verkehr wieder freigibt. Die Gegenfahrbahn wird immer frei bleiben, die Sperrung erfolgt nur in eine Richtung." Um möglichst wenig Verkehrsbehinderungen zu schaffen, hat der ADFC Oberallgäu-Kempten den Sonntag für die Ringfahrt ausgewählt. "Es ist kein Werktag, kein Freitagnachmittag. Daher halte ich es für alle vertretbar, wenn man mal an einer Kreuzung warten muss."

Neben dem Spaß beim Fahren möchte der Fahrradclub auf umwelt- und klimafreundliche Verkehrsträger aufmerksam machen. "Die Klimakrise und die zugespitzte geopolitische Lage sind ein Weckruf. Wir als ADFC treten dafür ein, überflüssige Autofahrten zu vermeiden und den motorisierten Verkehr zugunsten der aktiven Mobilität zu reduzieren. Die Verkehrswende mit dem Rad im Zentrum wird so dazu beitragen, Deutschlands Abhängigkeit vom Erdöl zu beenden und die Klimakrise einzudämmen. Wir brauchen die Verkehrswende dringender denn je. Das Fahrrad ist DAS krisenfeste und klimafreundliche Verkehrsmittel schlechthin", betont der Kreisvorsitzende.

ADFC als "Lobby für Fahrradfahrer"

Tobias Heilig sieht seine Aufgabe weiter in der Interessensvertretung für schwache Fahrradfahrer. "Wir stehen für Kinder und Senioren ein. Ein routinierter Fahrradfahrer, der regelmäßig fährt, braucht uns nicht. Er kommt zurecht." Kinder machen in der 4. Klasse den Fahrradführerschein und sind danach in der Lage alleine beispielsweise zur Schule zu fahren. "Das wäre wünschenswert, aber in Kempten gibt es genug Beispiele, wo die Wege nicht für 10-jährige Kinder ausgelegt sind." Ein Beispiel ist die Salzstraße, wo größtenteils 50 km/h erlaubt sind. "Da fühlen sich selbst die erwachsenen Radfahrer unwohl. Deshalb wollen wir Tempo 30 ins Gespräch bringen, um Fahrradfahrer einen sicheren Weg durch die Innenstadt zu ermöglichen. Auch die Anlieger wären dafür, die Gespräche haben wir bereits geführt. Das würde auch die Autofahrer motivieren den Ring zu nutzen, statt durch die Innenstadt zu fahren."

Am Sonntag wird der Ring ausnahmsweise von 14 bis 16 Uhr von Radfahrern befahren. Der Start ist auf dem Hildegardplatz.

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Geschrieben von: Redaktion

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