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Die Wasserstände mehrerer Allgäuer Seen sind derzeit niedrig. Am Rottachsee wurden am 14. Oktober 842,78 Meter über Normalnull gemessen. Auch der Bodensee liegt deutlich unter dem Durchschnitt: In Konstanz betrug der Pegel am 15. Oktober 250 Zentimeter. Die Ursachen unterscheiden sich je nach Gewässer – bei Speicherseen spielt auch die gezielte Wasserabgabe eine Rolle. Ein historischer Tiefstand ist nicht für alle Seen belegt.

Die Wasserstände mehrerer Seen im Allgäu und am Bodensee sind derzeit auffällig niedrig. Besonders deutlich zeigt sich das am Rottachsee im Oberallgäu. Auch am Bodensee liegt der Pegel deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die aktuellen Messwerte zeigen allerdings, dass sich die Situation je nach Gewässer unterscheidet.
Am Rottachsee lag der Wasserstand am 14. Oktober bei 842,78 Metern über Normalnull. Der Bayerische Gewässerkundliche Dienst stuft die Situation als „sehr niedrig“ ein. Bei Speicherseen wie dem Rottachsee hängt diese Einstufung auch mit der verfügbaren Wassermenge für die Niedrigwasseraufhöhung zusammen. Ein historischer Tiefstand ist damit nicht automatisch belegt.
Auch am Bodensee ist der Pegel niedrig. In Konstanz wurden am 15. Oktober 250 Zentimeter gemessen. Damit lag der Pegel rund 95 Zentimeter unter dem langjährigen Mittelwert von etwa 345 Zentimetern für diesen Tag. Der Wasserstand blieb zuletzt weitgehend stabil. Eine Woche zuvor hatte er bei rund 248 Zentimetern gelegen.
Weitere Allgäuer Seen zeigen unterschiedliche Wasserstände. Am Grüntensee wurden am 14. Oktober 875,39 Meter über Normalnull gemessen, am Weißensee 787,28 Meter und am Hopfensee 783,79 Meter. Der Große Alpsee bei Immenstadt lag bei 724,92 Metern, der Alpsee bei Schwangau bei 813,84 Metern. Beim Forggensee wurden 780,42 Meter über Normalnull gemessen. Da dieser als Speichersee bewirtschaftet wird, ist sein Wasserstand nur eingeschränkt mit dem natürlicher Seen vergleichbar.
Die Gründe für niedrige Wasserstände sind unterschiedlich. Bei Speicherseen spielt die gezielte Wasserabgabe eine Rolle. Bei natürlichen Seen beeinflussen unter anderem Niederschläge, Verdunstung und die Zuflüsse den Pegel. Die aktuellen Messwerte zeigen eine niedrige Wasserlage an mehreren Gewässern, lassen aber nicht den Schluss zu, dass alle Allgäuer Seen einen historischen Tiefstand erreicht haben.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Bodensee Grüntensee Rottachsee Wasserstände