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Aktuelles

Nach überstandener Krebserkrankung: Kemptener radelt bis nach Indien

today19. Juni 2026

Hintergrund
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Manchmal verändert eine Diagnose ein ganzes Leben, und doch ist sie für manche nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem. John Müller aus Kempten erhielt mit 22 Jahren die Schockdiagnose Knochenkrebs und kämpft sich über Monate durch eine harte Therapie. Heute steht er wieder mitten im Leben und hat große Pläne: eine außergewöhnliche Radtour bis nach Indien, mit der er Spenden für Krebspatienten sammeln will.

Bildquelle: John Müller

Johns Motivation für die Reise ist es, anderen Krebspatienten Mut zu machen, wie er uns im Gespräch erklärte:

„Die Motivation hinter der Reise ist eine ganz besondere. Als ich zehn Monate im Krankenhaus war und 14 Chemozyklen bekommen hatte, habe ich mir geschworen: Wenn ich es lebendig aus dem Krankenhaus schaffe, möchte ich etwas zurückgeben. Ich will Krebspatienten zeigen, dass Krebs nicht das Ende heißen muss, sondern dass man seine Träume trotzdem in die Hand nehmen kann. Genau deshalb fahre ich diese Strecke von 8.000 Kilometern von Berlin bis zum Taj Mahal.“

Bildquelle: John Müller

Die Idee für diese außergewöhnliche Reise hatte er allerdings schon lange vor seiner Diagnose, wie er uns erzählte:

„Vor zehn Jahren bin ich als kleiner Allgäuer Bub schon einmal quer durch Spanien gelaufen. Während dieser einmonatigen Reise habe ich Fahrradfahrer kennengelernt, die in einem Monat durch ganz Europa gefahren sind. Da stand für mich fest: So eine große Fahrradtour möchte ich auch einmal machen. Und nicht nur ein ganzes Land durchqueren, sondern ganze Länder und Kontinente. Damals war mir natürlich noch nicht klar, dass ich mal an einer so schweren Krebsdiagnose erkranken würde. Und warum von Berlin bis zum Taj Mahal? Das Taj Mahal hat eine sehr starke Symbolkraft. Es steht für Liebe und Hoffnung auf der ganzen Welt. Indem ich mit dem Fahrrad durch 15 verschiedene Länder fahre, möchte ich den jeweiligen Krebspatienten in diesen Ländern Hoffnung machen.“

Bildquelle: John Müller

Seit dem 8. Mai ist John nun unterwegs. Insgesamt verläuft die Reise gut, auch wenn es immer wieder schwierige Tage gibt:

„In den letzten 30 Tagen habe ich 3000 Kilometer zurückgelegt, obwohl ich vor meiner Reise noch nie in meinem Leben 100 Kilometer mit meinem Fahrrad gefahren bin. Es gab Tage, an denen es geschneit hat. Vorgestern hab ich einen der höchsten Berge der Türkei mit dem Fahrrad überquert. An manchen Tagen hinterfragt man natürlich alles. Aber wenn ich daran denke, dass Krebspatienten von Chemozyklus zu Chemozyklus und von Radiotherapie zu Radiotherapie gehen, dann kann ich auch Etappe für Etappe und Kilometer für Kilometer weiterfahren. Das ist das, was mich antreibt, auch an den harten Tagen. Mittlerweile bin ich durch acht Länder gefahren und man merkt überall, wie herzlich und gastfreundlich die Menschen sind. Auch hier: Ich bin gerade in einem Ort in der Türkei, in dem regionale Medien über meine Geschichte berichtet haben. Dort konnte ich mit vielen Eltern, Doktoren und Krebspatienten Fotos machen, um ihnen Mut zu machen und zu zeigen: Krebs muss nicht das Ende heißen.“

Dabei sind bereits viele Spenden zusammengekommen, wie uns John im Gespräch erzählt hat:

„Mittlerweile konnten wir 35.000 Euro an Spenden sammeln. Wenn du Teil der Reise sein möchtest, kann ich dich direkt auf meinem Gepäckträger mitnehmen auf meinem Instagram-Account 8000km.live. Und wenn du spenden möchtest und Teil der Bewegung sein willst, dann schau doch auf der Webseite 8000km.live vorbei. Jeder Euro hilft jungen Krebspatienten.“

John Müller ist seit dem 8. Mai 2026 unterwegs und sammelt dabei Spenden für Krebspatientinnen und Krebspatienten. In den kommenden Tagen wird er entlang des Schwarzen Meeres weiterfahren, bevor es für ihn anschließend in Richtung Georgien geht.

Hier gibt es mehr Infos zur Geschichte von John Müller aus Kempten und seiner Reise:
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Geschrieben von: Redaktion

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