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Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK)
Und trotzdem: Was am Ende übrig bleibt, muss zuverlässig entsorgt werden. In Deutschland, und natürlich auch bei uns im Allgäu, haben wir dabei den Vorteil, dass wir gut funktionierende Strukturen nutzen können. Ein wichtiger Baustein ist der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten, kurz ZAK.
Beispielsweise ist es mit insgesamt 555 Wertstoffinseln im Verbandsgebiet möglich, Glas, Papier und Verkaufsverpackungen wohnortnah und unkompliziert zu entsorgen. Eigentlich ein gut ausgebautes System – und trotzdem landet Müll nicht immer dort, wo er hingehört. Genau darüber haben wir mit Tobias Brey von der Wertstofferfassung beim ZAK gesprochen.

Herr Brey, wie sieht die Situation an den Wertstoffinseln wirklich aus? Kommt es tatsächlich häufig vor, dass Abfälle einfach neben die Container gestellt werden?
„Kommt leider ab und zu vor, ja. Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, passt es. Die Bürger nutzen die Wertstoffinseln so, wie es sich gehört, also dass sie sortenrein trennen nach Papier, Verkaufsverpackungen und den drei Altglasfraktionen. Aber leider passiert es auch, dass Restmüll, Sperrmüll oder Elektroschrott vor den Wertstoffinseln abgelegt beziehungsweise entsorgt wird.“
Was für Probleme entstehen dann, wenn der Müll an der Seite einfach stehen gelassen wird?
„Für uns besteht das Problem darin, dass die Bauhöfe beziehungsweise die Gemeinden oder Städte Personal losschicken müssen, um diese Container zu reinigen beziehungsweise den illegalen Müll aufzuräumen. Dadurch entstehen für uns zusätzliche Kosten. Für die Gemeinden beziehungsweise Städte besteht das Problem natürlich auch darin, dass das Landschaftsbild dadurch nicht mehr so schön aussieht.“
Und was dort an den Wertstoffinseln immer wieder alles landet, sorgt durchaus für Verwunderung: von Restmüll über alte Fernseher bis hin zu ganzen Badewannen. Doch was gehört eigentlich wirklich dorthin? Und was darf ich auf einer Wertstoffinsel überhaupt entsorgen?
„Grundsätzlich haben wir an jeder Insel drei Glascontainer, sprich Weißglas, Grünglas und Braunglas. Außerdem gibt es noch Verkaufsverpackungscontainer, in die der gleiche Inhalt wie in den Gelben Sack hineinkommt, und dann noch die ganze Altpapierfraktion.“
Was sollte man eigentlich tun, wenn man mit vollgepacktem Auto an einer Wertstoffinsel ankommt und die Container dann bereits restlos voll sind?
„Dann am besten zur nächsten Wertstoffinsel fahren oder einen Wertstoffhof aufsuchen. Am besten wäre es natürlich, die Wertstoffe nach Möglichkeit wieder mit nach Hause zu nehmen und wiederzukommen, wenn die Wertstoffinsel geleert wurde.“
Gibt es eigentlich auch Tipps beim Entsorgen von Müll, damit die Container auf den Wertstoffinseln nicht so schnell voll werden und mehr hineinpasst?
„Für uns wäre es natürlich grundsätzlich gut, wenn man die Kartonagen zerlegt und flach einwirft. Weil sonst kann es sein, dass die Kartonagen, wenn sie in den Containern landen, gleich wieder aufgehen und das Volumen somit leider schnell aufgebraucht ist.“
Können wir sonst noch etwas beachten – vielleicht auch mit Blick auf die Umwelt?
„Grundsätzlich kann man sagen: Beim Altglas muss man die Deckel nicht mehr abschrauben, da die Recyclingverfahren so modern sind, dass man das nicht mehr machen muss. Aber beim Gelben Sack, also bei den Verkaufsverpackungen, wäre es schön, wenn man die Aludeckel vom Joghurtbecher entfernt. Wichtig ist dabei auch, dass man die Becher nicht auswaschen muss: es reicht, wenn sie “löffelrein” sind.“
Zum Schluss bleibt festzuhalten: Müll ist Teil unseres Alltags – aber wie wir damit umgehen, macht den Unterschied. Die Wertstoffinseln im Allgäu bieten dafür eine gute Möglichkeit, wenn sie richtig genutzt werden. Wichtig ist vor allem: keinen Müll daneben abstellen, sondern im Zweifel eine andere Sammelstelle anfahren. So bleibt das System funktionsfähig und auch die Umwelt wird geschont.
Geschrieben von: Redaktion
Abfall Allgäu Kempten Wertstoffinsel Kempten