AD
play_arrow

keyboard_arrow_right

Listeners:

Top-Hörer:

skip_previous skip_next
00:00 00:00
playlist_play chevron_left
volume_up
  • play_arrow

    AllgäuHIT

  • cover play_arrow

    AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

Panorama

Moore als Klimaschützer: Oberstdorf-for-Future fordert mehr Vernässung

today1. Oktober 2026

Hintergrund
share close
AD

Oberstdorf-for-Future fordert, die Wiedervernässung von Mooren im Oberallgäu weiter voranzutreiben. Die Initiative verweist auf die Klimaschutzfunktion der Moore und hofft auf Fortschritte bei der geplanten Renaturierung weiterer Moorgebiete.

Symbolbild: Moor/ Foto: Pixabay

Moore können eine wichtige Rolle beim Klimaschutz spielen. Darauf weist die Initiative Oberstdorf-for-Future hin und fordert, die Wiedervernässung von Moorflächen im Allgäu weiter voranzutreiben.

Nach Angaben der Initiative müssten in Deutschland jedes Jahr rund 50.000 Hektar Moore wiedervernässt werden, um die Klimaziele zu erreichen. Derzeit seien es lediglich etwa 2.000 Hektar pro Jahr. Oberstdorf-for-Future hofft deshalb auf weitere Fortschritte beim Oberallgäuer Moorverbund, der die Renaturierung von zwölf Moorgebieten im Landkreis plant.

In Oberstdorf wurde das Moor am Dienersberg bereits umgestaltet. Auf einer Fläche von knapp einem halben Hektar waren dort noch Hochmoorreste vorhanden. Sie waren unter anderem durch zunehmenden Bewuchs mit Erlen und Fichten sowie durch Entwässerungsgräben bedroht. Inzwischen wurden die Gehölze weitgehend entfernt und 13 Dämme errichtet. Dadurch soll der Wasserstand in weiten Bereichen wieder angehoben werden.

Nun sollen laut Moorverbund die natürlichen Regenerationsprozesse einsetzen und eine neue Moorentwicklung ermöglichen. Gleichzeitig bleibt durch die angehobenen Wasserstände die Pflege der artenreichen Streuwiesen möglich.

Die Bedeutung der Wiedervernässung liegt vor allem in der Funktion des Torfs als Kohlenstoffspeicher. Ist ein Moor dauerhaft nass, bleibt der Kohlenstoff im Torf gebunden. Wird es dagegen entwässert und trocknet aus, gelangt Sauerstoff in den Torf. Dieser zersetzt sich und dabei wird Kohlendioxid freigesetzt.

Oberstdorf-for-Future bezeichnet die Wiedervernässung deshalb als vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, die Speicherfunktion der Moore wiederherzustellen und die Freisetzung von Treibhausgasen zu verringern. Gleichzeitig könnten dadurch Lebensräume für Pflanzen und Tiere erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden.

Als Vorteil für das Allgäu sieht die Initiative die vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen in der Region. Dadurch sei die Wiedervernässung hier leichter möglich als in trockeneren Gebieten. Oberstdorf-for-Future fordert deshalb, diesen Vorteil zu nutzen und neben dem bereits umgestalteten Moor am Dienersberg auch die Engenkopfmoore möglichst zügig anzugehen.

AD

Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

Rate it
AD
AD
AD
AD