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Panorama

Einblicke in die Situation der Memminger Intensivstation

today18. November 2021

Hintergrund
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Die vierte COVID-19-Welle trifft das Klinikum Memmingen wie alle Kliniken im Allgäu hart. Die Hälfte der Intensivbetten ist seit Wochen durch COVID-19-Patienten belegt. Mit den verbliebenen Intensivbetten müssen alle akute Notfälle wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfälle oder auch Patienten nach schweren Krebsoperationen versorgt werden. Ein Regelbetrieb ist derzeit nicht möglich, elektive Behandlungen müssen staatlich angeordnet, verschoben werden.

Die Ärztinnen und Ärzte der Memminger Intensivstation und die Krankenhausleitung wollen Auskunft über teils gemeinsame, in den vergangenen Wochen behandelte Patienten der Corona-Intensiv-Station geben und gleichzeitig für Transparenz bezüglich der Impfquoten des Personals sorgen.

Daten zur COVID- 19-Intensivstation – 80 Prozent der Patienten ungeimpft

Von allen seit 1. September 2021 im Klinikum Memmingen auf der Intensivstation wegen COVID-19 behandelten Patienten waren nur 20 Prozent der Patienten innerhalb der vergangenen 6 Monate vollständig geimpft. 80 Prozent der Intensivpatienten waren nicht oder nur unvollständig geimpft oder es lag deren Zweitimpfung schon länger als 6 Monate zurück.

Die Ärzte der Memminger Intensivstation sind sich absolut einig über die hohe Wirksamkeit der COVID-19-Impfung. Sie rufen auch dringend zur sogenannten „Booster“- oder Auffrischungsimpfung auf: Während der mehrheitliche Teil der erwachsenen Bevölkerung geimpft ist, ist deren Anteil auf der Intensivstation auffallend gering. 

Ungeimpfte Personen innerhalb der Erwachsenen sind in der Minderheit – auf der Intensivstation dominieren sie jedoch.

Am Mittwoch, 17. November, waren 7 von 8 COVID-19-Patienten auf der Intensivstation nicht oder nur unvollständig geimpft. Dreifach geimpfte Patienten mussten bisher nicht auf der Memminger Intensivstation behandelt werden.

Erfreulicherweise musste bislang kein einziger Patient aufgrund von Impfnebenwirkungen stationär behandelt werden, was bei geschätzten 30.000 bis 40.000 geimpften Personen im direkten Einzugsgebiet des Klinikums die gute Verträglichkeit der empfohlenen Impfstoffe zeigt.

Trotz aller intensivmedizinischen Bemühungen sind 44 Prozent der Intensivpatienten seit September 2021 verstorben. Deren mittleres Alter betrug 78 Jahre, das durchschnittliche Alter aller COVID-Intensivpatienten lag bei 68 Jahren. Mehr als 70 Prozent der verstorbenen Patienten waren ungeimpft oder ihre Impfung lag schon länger als 6 Monate zurück.

Daten zum Impfstatus der Mitarbeiter am Klinikum

Im Klinikum Memmingen sind (Stand 10.11.2021) 96 Prozent der Ärzte und 83 Prozent der examinierten Pfleger  vollständig geimpft. Die sonstigen Berufsgruppen (z.B. Medizinisch-Technischer Dienst, Verwaltung, Schüler) sind in Summe zu fast 80 Prozent geimpft. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Die Impfquote liegt damit deutlich über dem Landesdurchschnitt (ca. 66 Prozent) und dem lokalen Bevölkerungsdurchschnitt im Allgäu (ca. 60 Prozent). Ein nennenswerter Teil unserer Mitarbeiter ist bereits „geboostert“. Weitere Booster-Impfaktionen für Mitarbeiter folgen.

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Geschrieben von: Redaktion

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