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Der Prozess um den Tod einer 36-jährigen Frau aus Lauben steht kurz vor dem Abschluss. Am Mittwoch, 23. September, soll das Landgericht Memmingen das Urteil gegen ihren 39-jährigen Lebensgefährten verkünden. Das berichtet die Allgäuer Zeitung.

Der Fall hatte im August vergangenen Jahres begonnen, nachdem die Frau zunächst als vermisst gemeldet worden war. Rund drei Wochen lang suchte die Polizei nach ihr. Nach einem stundenlangen Verhör gestand der Lebensgefährte schließlich, die Frau getötet zu haben, und führte die Ermittler zu der Stelle, an der er ihre Leiche vergraben hatte.
Anschließend begann vor dem Landgericht Memmingen ein umfangreicher Prozess. Ursprünglich waren sechs Verhandlungstage vorgesehen, letztlich wurden es 23. Der Zuschauerraum war laut Allgäuer Zeitung an nahezu jedem Verhandlungstag voll.
Im Mittelpunkt stand unter anderem die Frage, wie die Tat rechtlich einzuordnen ist. Während die Staatsanwaltschaft von Totschlag ausgeht, bewertet die Nebenklage die Tat als Mord. Der Angeklagte hatte die Tötung bereits zu Beginn des Prozesses gestanden.
Für zusätzliches Aufsehen sorgte der zweite Verhandlungstag. Dabei wurden im Gericht unter anderem Videos von der Ausgrabung der Leiche und von der Obduktion öffentlich gezeigt. Nach Angaben der stellvertretenden Pressesprecherin des Landgerichts, Saskia Roßkopf, blieb das öffentliche Interesse an dem Verfahren ungewöhnlich hoch. Auch überregionale Medien berichteten über den Fall.
Am Mittwoch soll nun das Urteil fallen.
Geschrieben von: Leon Dauter