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Aktuelles

Klinikum Memmingen setzt auf mehr Verständnis für Menschen mit Behinderung

today20. Juli 2026

Hintergrund
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Ein Krankenhausaufenthalt kann für Menschen mit Behinderung besondere Herausforderungen mit sich bringen. Um das Bewusstsein für diese Bedürfnisse zu stärken, hat das Klinikum Memmingen einen Pflegetag veranstaltet, bei dem Betroffene selbst ihre Erfahrungen und Anforderungen schilderten.

Beim Pflegetag im Klinikum Memmingen erzählten Menschen mit Behinderung von ihren individuellen Bedürfnissen. Im Bild: Die Vorsitzende des Memminger Behindertenbeirats Verena Gotzes (vorne) und (dahinter) Regina Sproll von Regens Wagner. Fotos: Eva Maria Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Klinikalltag besser unterstützt werden können. Regina Sproll von der Offenen Behindertenarbeit bei Regens Wagner betonte, dass ungewohnte Abläufe, fehlende Hilfsmittel oder Kommunikationsprobleme für Betroffene schnell zu Überforderung führen können.

Besonders wichtig sei deshalb eine verständliche und transparente Kommunikation. Bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen könne es beispielsweise helfen, medizinische Schritte frühzeitig genau zu erklären. Auch Referentin Yvonne Burkhart, die mit einer Sehbehinderung lebt, machte deutlich, wie entscheidend klare Informationen für die Orientierung im Krankenhaus sind.

Die Vorsitzende des Memminger Behindertenbeirats, Verena Gotzes, wies zudem darauf hin, dass körperliche Behinderungen sehr unterschiedlich sein können. Pflegekräfte sollten deshalb immer direkt mit den Betroffenen sprechen und nachfragen, welche Unterstützung tatsächlich benötigt wird.

Auch unsichtbare Behinderungen und psychische Erkrankungen standen im Fokus des Pflegetags. Die Teilnehmenden machten deutlich, dass alle Formen von Behinderung ernst genommen und individuell betrachtet werden müssen.

Pflege-Projektmanagerin Andrea Zeidler vom Klinikum Memmingen erklärte, Ziel sei es, die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung frühzeitig zu erkennen und eine passende Versorgung sicherzustellen. Durch solche Fortbildungen könne ein Perspektivwechsel gelingen und eine Begegnung auf Augenhöhe geschaffen werden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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