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Aktuelles

Internationaler Schlag gegen Darknet-Kriminalität: Über 373.000 Seiten abgeschaltet

today20. März 2026 5

Hintergrund
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Ermittler des Bayerisches Landeskriminalamt und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg haben über 373.000 Darknet-Seiten abgeschaltet. Im Fokus stand ein internationales Netzwerk mit betrügerischen Plattformen, auf denen unter anderem kinderpornographische Inhalte angeboten wurden. Weltweit wurden hunderte Tatverdächtige identifiziert, auch der mutmaßliche Betreiber konnte ermittelt werden.

Internationaler Schlag gegen Darknet-Plattformen Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamts und des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet führen zur Abschaltung von über 373.000 Darknet-Seiten/ Foto: Bayerisches Landeskriminalamt

Ermittlern ist ein massiver Schlag gegen kriminelle Strukturen im Darknet gelungen: Mehr als 373.000 Webseiten wurden im Rahmen internationaler Ermittlungen abgeschaltet. Die Maßnahmen gehen auf umfangreiche Untersuchungen des Bayerisches Landeskriminalamt sowie der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zurück.

Im Fokus stand die Plattform „Alice with Violence CP“, über die betrügerisch vor allem kinderpornographische Inhalte gegen Bezahlung in Bitcoin angeboten wurden. Tatsächlich handelte es sich laut Ermittlern häufig um reine Betrugsseiten. Insgesamt betrieb der Täter ein riesiges Netzwerk mit über 373.000 sogenannten Onion-Domains, basierend auf mehr als 120 Plattformvarianten.

Im Zuge der internationalen Aktion „OP Alice“, koordiniert unter anderem von Europol, wurden zwischen dem 9. und 19. März 2026 Maßnahmen in 23 Ländern durchgeführt. In Deutschland kam es zu Durchsuchungen in mehreren Bundesländern. Weltweit konnten bislang rund 440 Tatverdächtige identifiziert werden, allein in Deutschland laufen Verfahren gegen 89 Beschuldigte.

Auch der mutmaßliche Betreiber wurde ermittelt: ein 35-jähriger chinesischer Staatsbürger. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor, international wird nach ihm gefahndet.

Die Ermittlungen zeigten zudem, dass etwa 10.000 Nutzer weltweit rund 400.000 US-Dollar in Kryptowährungen auf die Plattformen überwiesen hatten. Die Behörden betonen, dass während der gesamten Ermittlungen der Schutz von Kindern oberste Priorität hatte.

Die sichergestellten Server wurden inzwischen beschlagnahmt und mit entsprechenden Hinweisen versehen. Die internationalen Ermittlungen dauern weiterhin an – unter anderem mit Unterstützung von INTERPOL.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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