Beim Jugendkongress der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) in Friedrichshafen haben 110 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrkräfte ihre Ideen zur nachhaltigen Entwicklung der Bodenseeregion mit Politikern und Entscheidungsträgern aus der Region diskutiert. Unter den Teilnehmern waren Staatssekretärin Sandra Boser aus Baden-Württemberg, Regierungsrätin Denise Neuweiler aus Thurgau, der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser und Luca Wilhelm Prayon, Landrat des Bodenseekreises.

Die Veranstaltung, die am 4. April stattfand, war Teil des länderübergreifenden Projekts „Lebenswerter Bodenseeraum“, das Jugendliche aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammenbrachte. Die Schüler präsentierten ihre Projektideen zur nachhaltigen Gestaltung des Bodenseeraums und sprachen mit den Politikern über wichtige Themen wie Klimabildung und Bio-Lebensmittel in Schulmensen.
„Der Bodenseeraum ist einzigartig, weil hier Natur und Kultur, Tradition und Zukunftsorientierung, Heimatverbundenheit und Internationalität miteinander verschmelzen“, erklärte Staatssekretärin Boser. In lebhaften Diskussionen zeigten sich die Jugendlichen sehr engagiert und setzten sich intensiv mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinander. Boser zeigte sich optimistisch: „Wenn Jugendliche verstehen, dass Demokratie bedeutet, verschiedene Perspektiven abzuwägen, um zu guten Lösungen zu kommen, und wenn sie sehen, dass ihre Ideen Gehör finden, dann bin ich sehr zuversichtlich für die Zukunft.“
Regierungsrätin Neuweiler lobte die Initiative und das Engagement der Jugendlichen: „Es freut mich, dass sich Jugendliche aus der ganzen Bodenseeregion mit den Zukunftsfragen unserer Region beschäftigen.“ Sie erinnerte an die Civic Education Days im November 2024, die den Austausch unter den Jugendlichen förderten.
Der Kongress wurde als großer Erfolg gewertet. Dr. Andreas Thierer, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bildung der IBK, betonte, dass das Ziel des Kongresses gewesen sei, den Schülern zu zeigen, wie Politik funktioniert und wie sie aktiv an politischen Prozessen teilhaben können. Der offene Austausch, insbesondere in den sogenannten „Bodensee-Cafés“, trug entscheidend zum Erfolg der Veranstaltung bei.
Der Jugendkongress bildete den vorläufigen Abschluss der Initiative „Lebenswerter Bodenseeraum“, die es den Jugendlichen ermöglichte, ihre Standpunkte zu politischen Themen zu äußern und sich aktiv in die Zukunftsgestaltung der Region einzubringen. Die Planungen für den nächsten Jugendkongress im Jahr 2026 laufen bereits.