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Die IG Metall Allgäu konnte vor der Betriebsratswahl bei Multivac ihre Informationsrechte durchsetzen. Nach anfänglicher Verweigerung des Unternehmens erlaubt ein gerichtlicher Kompromiss nun Gespräche mit Beschäftigten und die Vorstellung der Kandidaten.

Kurz vor der bevorstehenden Betriebsratswahl bei Multivac hat die IG Metall Allgäu einen wichtigen Erfolg erzielt. Das Unternehmen hatte der Gewerkschaft untersagt, am 26. Februar 2026 Gespräche und kurze Interviews mit Beschäftigten zu führen. Daraufhin beantragte die IG Metall eine einstweilige Verfügung.
Trotz der anfänglichen Weigerung von Multivac, selbst einen vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich anzunehmen, folgte das Unternehmen nach der mündlichen Verhandlung weitgehend dem richterlichen Kompromiss. Damit kann die IG Metall nun wie geplant mit den Beschäftigten sprechen und die Kandidaten für die Betriebsratswahl vorstellen.
Markus Blaschke, Kandidat der Vorschlagsliste Team IG Metall, betont: „Die Teilnahme amtierender Betriebsräte auf Arbeitgeberseite zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, den Betriebsrat verändern zu wollen.“
Carmen Heidler, ebenfalls Kandidatin, kritisierte die unnötige Eskalation: „Multivac betont sonst Fairplay und Wertschätzung – genau diese Haltung war hier nicht möglich.“
Sven Schieskow aus dem Team IG Metall weist auf ein grundsätzliches Problem hin: „Multivac nutzt die Vorteile des Arbeitgeberverbands Bayme, möchte ihren Beschäftigten aber gewerkschaftliche Organisation verwehren.“
Philip Kränsel, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Allgäu, kommentiert: „Das Ergebnis schafft Klarheit, stärkt demokratische Mitbestimmung und ermöglicht den offenen Austausch, der für eine faire Betriebsratswahl notwendig ist.“
Die Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt für die Durchsetzung von Informationsrechten und die Stärkung der Mitbestimmung bei Multivac.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu gewerkschaft Kompromiss Multivac