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Aktuelles

Handwerk im Allgäu: Geschäftslage stabil, aber kein breiter Aufschwung in Sicht

today15. Oktober 2026

Hintergrund
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Die Handwerkskonjunktur im Allgäu bleibt im dritten Quartal 2026 stabil, ein breiter Aufschwung ist aber nicht in Sicht. 86 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Gleichzeitig gehen die Auftragseingänge zurück, während Kosten- und Preisdruck hoch bleiben. Die Handwerkskammer Schwaben fordert deshalb schnellere Reformen und weniger Bürokratie.

Symbolbild: Bäckerei/ Foto: Pixabay

Die Handwerksbetriebe im Allgäu bewerten ihre wirtschaftliche Lage weiterhin überwiegend positiv. Gleichzeitig bleiben die Auftragsentwicklung, der Kostendruck und die Investitionszurückhaltung Herausforderungen. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Schwaben für das dritte Quartal 2026.

86 Prozent der befragten Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Damit bleibt die Zufriedenheit im Vergleich zum Vorquartal nahezu unverändert. Allerdings unterscheidet sich die Entwicklung je nach Branche deutlich.

Im Ausbaugewerbe, im Lebensmittelhandwerk und im Kfz-Handwerk ist die Stimmung überwiegend positiv. Auch im Bauhauptgewerbe hat sich die Lage etwas verbessert, bleibt aber angespannt. Sorgen bereiten vor allem die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, bei denen sich die Situation weiter verschlechtert hat. Auch verbrauchernahe Dienstleister spüren die Zurückhaltung der Kundinnen und Kunden bei Anschaffungen und Ausgaben.

Aufträge werden weniger

Die Auftragsentwicklung bleibt schwach: Nur 18 Prozent der Betriebe berichten von steigenden Auftragseingängen, während 25 Prozent einen Rückgang melden. Zwar können viele Unternehmen noch von bestehenden Aufträgen profitieren, doch das Polster wird kleiner. Die durchschnittliche Reichweite der Auftragsbestände ist von 8,3 Wochen im Vorquartal auf aktuell 7,7 Wochen gesunken.

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwaben, sieht das Handwerk insgesamt weiterhin als robust und anpassungsfähig. Gleichzeitig warnt er vor angespannten Finanzen, einer zu geringen Investitionsbereitschaft und hohen Lohnzusatzkosten. Er fordert von der Bundesregierung, angekündigte Reformen zügig umzusetzen und Bürokratie spürbar abzubauen.

Kaum Hoffnung auf schnelle Verbesserung

Auch der Blick auf die kommenden Monate bleibt verhalten. 78 Prozent der Betriebe rechnen damit, dass ihre Geschäftslage unverändert bleibt. Nur sieben Prozent erwarten eine Verbesserung, während 15 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Viele Unternehmen sorgen sich zudem um die weitere Entwicklung von Aufträgen und Umsatz. Der Kosten- und Preisdruck dürfte nach ihrer Einschätzung hoch bleiben.

Damit zeigt die Konjunkturumfrage: Das Allgäuer Handwerk hält sich insgesamt stabil, ein breiter wirtschaftlicher Aufschwung ist derzeit aber nicht in Sicht.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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