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Die Weihnachtszeit ist eine der schönsten Zeiten des Jahres, doch sie birgt auch einige Gefahren. Besonders hoch ist die Gefahr von Verbrennungen – sei es durch heiße Backbleche, spritzendes Fett, offene Flammen oder umgestoßene Tassen mit heißem Glühwein. Gerade Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Die Johanniter geben wertvolle Tipps, wie sich solche Unfälle vermeiden lassen und was im Ernstfall zu tun ist.
„Viele Unfälle passieren, weil die Gefahren unterschätzt oder Menschen in der Hektik der Weihnachtsvorbereitungen abgelenkt sind“, erklärt Marion Schmidt, Sachgebietsleiterin Bildung der Johanniter in Bayerisch Schwaben. „Besonders problematisch ist es, wenn Verbrennungen oder Verbrühungen nicht richtig behandelt werden. Das kann die Heilung verzögern oder zu schweren Komplikationen führen.“
Gefahrenquellen in der Weihnachtszeit
Eine der häufigsten Gefahrenquellen sind Adventskränze und Weihnachtsgestecke. Trockene Zweige und unbeaufsichtigte Kerzen entzünden sich leicht und können innerhalb von Sekunden einen Brand verursachen. Auch elektrische Lichterketten, die in der Nähe von leicht brennbaren Materialien überhitzen, stellen ein Risiko dar.
In der Küche lauern ebenfalls viele Gefahren: Heiße Backbleche oder spritzendes Fett aus der Pfanne führen jedes Jahr zu schmerzhaften Verbrennungen, vor allem, wenn Kinder in der Nähe sind. Eine weitere unterschätzte Gefahr sind heiße Lebensmittel oder Getränke. Gerade in der Weihnachtszeit, wenn es überall heißen Glühwein, Tee oder Suppen gibt, kann ein umgestoßener Becher oder Topf ernsthafte Verbrühungen verursachen. Besonders empfindlich ist dabei die Haut von Kleinkindern und älteren Menschen, deren Hautschutzschicht dünner und weniger widerstandsfähig ist.
Wie man im Notfall richtig reagiert
Wenn es zu einer Verbrennung kommt, ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend. Leichte Verbrennungen, bei denen die Haut lediglich gerötet ist, können durch Kühlen mit Leitungswasser behandelt werden. Marion Schmidt warnt jedoch davor, Eis oder eiskaltes Wasser zu verwenden, da dies die Haut zusätzlich schädigen kann. Offene Wunden oder Brandblasen sollten niemals aufgestochen werden, da das Infektionsrisiko dadurch erheblich steigt. Stattdessen sollte die verletzte Stelle mit einer sterilen, nicht klebenden Wundauflage abgedeckt werden.
Bei schweren Verbrennungen, etwa wenn große Hautpartien betroffen sind oder die Verletzung an besonders empfindlichen Stellen wie Gesicht, Händen oder Gelenken auftritt, ist es wichtig, sofort den Rettungsdienst zu alarmieren. „In solchen Fällen zählt jede Minute. Betroffene sollten beruhigt und warmgehalten werden, während auf die Ankunft der Rettungskräfte gewartet wird“, so Schmidt.
Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten sind besonders bei kleinen Kindern häufig. Wenn sich ein Kind verbrüht hat, sollte die betroffene Stelle ebenfalls mit Leitungswasser gekühlt werden. Nasse Kleidung, die an der Haut haftet, sollte jedoch nicht abgezogen werden, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Auch hier gilt: Bei größeren Verletzungen unbedingt professionelle Hilfe hinzuziehen.
Prävention ist der beste Schutz
Die Johanniter raten, Gefahrenquellen zu minimieren und stets wachsam zu sein. Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt brennen, insbesondere in der Nähe von trockenen Adventsgestecken. In der Küche sollten heiße Bleche und Töpfe außerhalb der Reichweite von Kindern abgestellt werden. Es ist sinnvoll, beim Kochen spritzendes Fett mit einem Spritzschutz zu begrenzen und Pfannenstiele nach hinten zu drehen. Heiße Getränke und Speisen sollten niemals in der Nähe von Tischkanten oder auf niedrigen Tischen abgestellt werden, da sie leicht umgestoßen werden können.
Gerade für ältere Menschen, die möglicherweise weniger mobil sind, stellen Holzöfen oder Feuerschalen im Freien eine zusätzliche Gefahr dar. Funkenflug oder Stolperfallen in der Nähe des Feuers können schnell zu Verletzungen führen. Hier ist besondere Vorsicht geboten.
„Die Weihnachtszeit soll besinnlich und unbeschwert sein. Mit ein wenig Vorsicht und Achtsamkeit lassen sich die meisten Unfälle vermeiden“, betont Marion Schmidt. Dennoch empfiehlt sie, Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, um im Notfall sicher reagieren zu können.
10 Tipps zur Vorbeugung und Erste Hilfe bei Verbrennungen
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. setzt sich mit über 31.000 Beschäftigten und 46.000 Ehrenamtlichen in zahlreichen Bereichen wie Rettungsdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung und sozialer Hilfe für Menschen in Not ein. Weitere Informationen zu Erste-Hilfe-Kursen und vorbeugenden Maßnahmen finden Sie unter www.johanniter.de/bayerisch-schwaben/bildungszentrum.
Written by: Bernd Krause
Erste Hilfe Tipps Johaniter Verbrennungen