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Der Flexibus-Knoten Babenhausen-Boos soll künftig besser mit Memmingen verbunden werden. Dafür hat sich der Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung des Unterallgäuer Kreistags einstimmig ausgesprochen.

Der Bereich Babenhausen-Boos ist aktuell der einzige von insgesamt sieben Flexibus-Gebieten im Unterallgäu ohne direkten Anschluss an die Bahn. Die geplanten Haltepunkte der Regio-S-Bahn in Pleß, Heimertingen und Fellheim wurden bislang noch nicht umgesetzt. Das könnte ein Grund dafür sein, warum die Fahrgastzahlen in diesem Bereich vergleichsweise niedrig sind.
Um das Angebot attraktiver zu machen, soll der Flexibus künftig nicht mehr nur bis Heimertingen fahren, sondern bis nach Memmingen-Steinheim verlängert werden. Dort könnten Fahrgäste in den Stadtbus oder in die Linie aus Biberach umsteigen und so den Memminger Bahnhof sowie die Innenstadt erreichen. Landrat Alex Eder bezeichnete die geplante Erweiterung als „charmante Lösung“. Der Flexibus solle dabei weiterhin als Zubringer zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr dienen und keine Konkurrenz zu bestehenden Linien darstellen.
Die Verwaltung bereitet die Erweiterung nun vor. Frühestens ab Januar 2027 könnte der neue Halt eingerichtet werden, abschließend entscheiden muss noch der Unterallgäuer Kreistag.
Neben der Flexibus-Erweiterung beschäftigte sich der Mobilitätsausschuss auch mit der Zukunft des Nahverkehrsplans für das Unterallgäu und Memmingen. Dieser soll nach zuletzt 2018 nun neu aufgestellt und an die aktuellen Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst werden. Die Umsetzung wird voraussichtlich rund zwei Jahre dauern.
Einen möglichen Beitritt des Unterallgäus zum Münchner Verkehrsverbund (MVV) bewertet der Landkreis hingegen kritisch. Nach Einschätzung der Verantwortlichen würde sich dadurch das Verkehrsangebot nicht verbessern, gleichzeitig könnten höhere Kosten entstehen. Der Landkreis wolle deshalb weiterhin am Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) festhalten.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu flexibus Memmingen verbindung