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Aktuelles

Feuerwehrmann (51) aus Ungarn stirbt bei Schanzenlauf in Oberstdorf

today17. Oktober 2026

Hintergrund
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Ein tragischer Todesfall hat am Samstag (17. Oktober 2026) den Schanzenlauf der Feuerwehren an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf überschattet. Ein 51-jähriger Feuerwehrmann aus Ungarn brach während des Aufstiegs im oberen Drittel der Schanze zusammen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen und rund 30-minütiger Reanimation konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden. Die Veranstaltung mit rund 300 angemeldeten Teilnehmern wurde daraufhin abgebrochen.

Um 18 Uhr informierten Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bergwacht in einer Pressekonferenz im Oberstdorf Haus rund um den Vorfall am frühen Nachmittag an der Skiflugschanze in Oberstdorf. V.l.n.r.: Hermann Hofmann (1. Vorstand Freiwillige Feuerwehr Oberstdorf (Veranstalter), Elmar Schwarzbach (Polizei Oberstdorf), Markus Adler (Kreisbrandrat, Landkreis Oberallgäu), Dr. med. univ. Johannes Köberle (Notarzt), Thaddäus Berktold (Bergwacht Oberstdorf, Bereitschaftsleiter) / Foto: Jonas Hornstein

Medizinisches Fachpersonal innerhalb einer Minute vor Ort

Der 51-jährige Feuerwehrmann war in voller Atemschutzausrüstung auf dem Weg nach oben, als er im oberen Drittel des Treppenlaufs an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze plötzlich zusammenbrach. Wie bei einer Pressekonferenz am Samstagabend bekannt wurde, war bereits innerhalb einer Minute medizinisches Fachpersonal bei dem Teilnehmer.

Die Rettungskräfte begannen umgehend mit der Reanimation. Rund 30 Minuten lang kämpften sie um das Leben des Mannes – letztlich jedoch vergeblich. Der ungarische Feuerwehrmann verstarb noch an der Schanze.

Die Bergwacht Oberstdorf übernahm gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 die Bergung des Verstorbenen. Angehörige wurden nach dem tragischen Ereignis durch die Notfallseelsorge betreut.

Bereits zuvor musste ein Feuerwehrmann gerettet werden

Schon einige Stunden vor dem tödlichen Zwischenfall hatte es beim Schanzenlauf einen weiteren medizinischen Notfall gegeben. Ein Feuerwehrmann bekam während des kräftezehrenden Aufstiegs Kreislaufprobleme und musste vom Schanzenturm gerettet werden.

Auch bei diesem Einsatz waren die Bergwacht Oberstdorf und ein Hubschrauber beteiligt. Anders als beim späteren Unglück ging dieser Vorfall glimpflich aus: Wie auf der Pressekonferenz mitgeteilt wurde, erholte sich der betroffene Feuerwehrmann und konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Rund 300 Teilnehmer aus mehreren Ländern angemeldet

Der Schanzenlauf in Oberstdorf ist ein sportlicher Wettbewerb, bei dem Feuerwehrleute in vollständiger Atemschutzausrüstung den anspruchsvollen Aufstieg an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze bewältigen müssen. Die körperliche Belastung ist dabei erheblich.

Für die diesjährige Veranstaltung hatten sich rund 300 Teilnehmer angemeldet. Neben deutschen Feuerwehrleuten waren auch Teams aus Österreich, der Schweiz, Frankreich und Ungarn vertreten.

Bei dem Wettbewerb handelt es sich ausdrücklich nicht um eine verpflichtende Feuerwehrübung, sondern um eine freiwillige Sportveranstaltung.

Eine zusätzliche medizinische Untersuchung unmittelbar vor dem Start wird nicht verlangt. Atemschutzgeräteträger müssen allerdings regelmäßig ihre gesundheitliche Eignung nachweisen. Nach den bei der Pressekonferenz gemachten Angaben erfolgt diese Untersuchung grundsätzlich alle drei Jahre, bei Feuerwehrangehörigen ab 60 Jahren jährlich.

Ob die hohe körperliche Belastung beim Schanzenlauf eine Rolle beim Tod des 51-Jährigen spielte, ist bislang nicht geklärt.

Feuerwehr Oberstdorf tief betroffen – Zukunft des Schanzenlaufs ungewiss

Die veranstaltende Feuerwehr Oberstdorf zeigte sich nach dem Todesfall tief erschüttert. Der erste Vorstand Hermann Hofmann sprach den Angehörigen, Freunden und Feuerwehrkameraden des verstorbenen Ungarn sein Mitgefühl aus.

Bis zu dem tragischen Ereignis sei der Schanzenlauf wie in den vergangenen Jahren eine gelungene Veranstaltung gewesen. Nach dem Zusammenbruch des 51-Jährigen wurde der Wettbewerb jedoch umgehend abgebrochen. Sämtliche weiteren Programmpunkte wurden abgesagt.

Ob es in Zukunft erneut einen Schanzenlauf an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze geben wird, ist derzeit völlig offen. Auf eine entsprechende Frage konnte bei der Pressekonferenz am Samstagabend noch keine Antwort gegeben werden.

Im Mittelpunkt stehen für die Verantwortlichen zunächst die Trauer um den verstorbenen Feuerwehrmann und die Anteilnahme an seinem Schicksal.

Andererseits finden solche Läufe auch an anderen Orten, z.B. in Treppenhäusern von Hochhäusern statt.

Die vollständige Pressekonferenz zu diesem Vorfall aus dem Oberstdorf Haus

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Geschrieben von: Thomas Häuslinger

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