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Aktuelles

Scheidtobelbahn am Fellhorn: Sofortvollzug sorgt für Streit mit Naturschützern

today20. März 2026

Hintergrund
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Das Landratsamt Oberallgäu hat den Neubau der Scheidtobelbahn am Fellhorn per Sofortvollzug genehmigt. Die alte Bahn wird durch einen 6er-Sessellift ersetzt, Pisten verbreitert und angepasst. Naturschützer kritisieren den schnellen Baubeginn, prüfen juristische Schritte und bemängeln unzureichende Beteiligung der Verbände sowie Auswirkungen auf sensible Biotope.

Skilift (Symbolfoto) / Foto: Pixabay

Am Fellhorn in den Allgäuer Alpen hat das Landratsamt Oberallgäu den Neubau der Scheidtobelbahn per Sofortvollzug genehmigt. Das geht aus Recherchen des BR hervor. Bereits Anfang März wurden die Bescheide ausgestellt, die erste Baumfällung erfolgte unmittelbar danach. Die alte Scheidtobelbahn wird durch einen neuen 6er-Sessellift ersetzt, die Bergstation weiter nach oben verlegt und Pisten im Bereich Bierenwang und Walsergund verbreitert und begradigt. Ziel ist mehr Platz auf den Abfahrten und eine bessere Tauglichkeit für weniger geübte Skifahrerinnen und Skifahrer.

Der Sofortvollzug sorgt für Kritik bei Naturschützern: Thomas Frey vom Bund Naturschutz (BN) spricht von einem „abgekarteten Spiel“ und kritisiert, dass kaum Zeit für einstweilige Rechtsschritte blieb. Auch der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) prüft die Bescheide juristisch. Besonders der Scheidtobel ist ein streng geschützter Geländeeinschnitt, in dem seltene Arten wie Birkhuhn und Murmeltier leben. Für das Bauvorhaben wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Das Landratsamt begründet die Genehmigung mit einem „überwiegenden öffentlichen Interesse“: Die neue Bahn verbessere die Beförderung, stärke die touristische Infrastruktur und bringe wirtschaftliche Vorteile für die Region. Naturschützer sehen die Ausgleichsmaßnahmen jedoch als unzureichend, da empfindliche Biotope betroffen sind.

BR-Recherchen zeigen außerdem, dass kleinere Verbände nur teilweise in die Planungen eingebunden wurden, während größere Organisationen wie BN und LBV informiert wurden. Parallel laufen Vorbereitungen für ein geplantes Speicherbecken zur künstlichen Beschneiung mit einem Volumen von 170.000 Kubikmetern – ein Antrag hierfür wurde noch nicht eingereicht.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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