Nach einer langen Winterpause setzte der FC Memmingen die Regionalliga-Saison fort. Am Samstag (14 Uhr) geht es nach 14 (!) Wochen ohne Punktspiel zum Tabellenvierten FV Illertissen.
Fußball (Symbolfoto) / Foto: pixabay
Nachdem sich in den vergangenen Tagen die Witterungs- und damit die Platzverhältnisse deutlich gebessert haben, sollte dem Duell im dortigen Vöhlin-Stadion nichts im Wege stehen. „Wir sind froh, dass es wieder losgeht“ freut sich FCM-Trainer Matthias Günes nach der Vorbereitung bei fast durchweg winterlichen Verhältnissen auf den Wiederauftakt, „wenngleich wir mit Illertissen gleich ein richtiges Brett vor die Brust kriegen“.
Die Lage: Memmingen als Aufsteiger hatte eine richtig starke Vorrunde hingelegt. Mit zwei Niederlagen in den beiden vor der Winterpause noch ausgetragenen Rückrunden-Spielen gegen Nürnberg II und Eichstätt wurde der zuvor einstellige Tabellenplatz eingebüßt. Der Abstand von Rang elf zur Gefahrenzone beträgt aber noch passable zehn Punkte. „Wir können eigentlich befreit und ohne Druck aufspielen. Wenn wir noch was drauflegen können, wäre ich mit einem einstelligen Tabellenplatz am Ende echt zufrieden“, weiß der wiedergenesene Kapitän Lukas Rietzler aber auch, dass viel von einem guten Start abhängt.
Der FV Illertissen hat sich für die Restsaison zum Ziel gesetzt, als beste Amateurmannschaft abzuschließen, was zum Start in der DFB-Pokal-Hauptrunde in der nächsten Spielzeit berechtigen würde. Eine Lizenz für die 3. Liga wird nicht beantragt, weil das städtische Stadion dafür nicht tauglich ist und keinerlei Ausbaupläne für Profifußball in Sicht sind. Den Platz für die Aufstiegsspiele dürften am Ende die Würzburger Kickers und die SpVgg Unterhaching unter sich ausmachen, weil die Club-Amateure als aktueller Spitzenreiter auch keine Drittliga-Lizenz beantragen.
Der Gegner: Mit Milos Cokic verlor der FV Illertissen seinen Torjäger (13 Treffer). Er nahm in der Winter-Transferzeit ein Profiangebot des FC Vaduz (Liechtenstein) an. Nachbesetzt wurde Cokic mit der Verpflichtung von Jordi Wegmann (Hallescher FC), dem Sohn des Allgäuer Ex-Profis Uwe Wegmann. Ansonsten sorgen nicht nur die „Haudegen“ Tobias Rühle (35) und Kapitän Max Zeller (26) sowie Angreifer Yannick Glessing (28) für viel Qualität. Alle Testspiele in der Vorbereitung wurden gewonnen, zuletzt gab es ein 4:0 gegen den Südwest-Regionalligisten TSG Balingen und ein 2:1 gegen den österreichischen Zweitliga-Tabellenführer Austria Lustenau. FVI-Trainer Holger Bachthaler ist für das Duell gegen Memmingen gesperrt, Das bedeutet, der 50-jährige muss auf die Tribüne und darf während des Spiels sowie jeweils 30 Minuten vor dem Anpfiff und nach dem Spiel keinen Kontakt zu seiner Mannschaft im Innenraum und der Kabine haben.
Das Hinspiel: Der FC Memmingen erwischte Illertissen im September in einer Phase, als die Vöhlin-Städter den Pokal im Fokus hatten und gewannen vor knapp 1.300 Zuschauern mit 3:2. Danach verlor der FVI zwar noch einmal gegen Augsburg II, ist aber nunmehr seit einem Dutzend Punktspielen ungeschlagen.
Das FCM-Personal: „Bis auf die Verletzung von Michael Bergmann sind wir gut durch die Vorbereitung gekommen“, kann Trainer Günes nahezu aus dem Vollen schöpfen und hat auf einigen Positionen noch die Qual der Wahl. Gesetzt dürften neben Torhüter Dominik Dewein, die Abwehrrecken David Bauer und Jakob Gräser sowie im zentralen Mittelfeld Rietzler und Fabian Lutz sein. Auf den Außenpositionen sind noch nicht alle Aufstellungs-Entscheidungen gefallen. Gesperrt ist hier auf jeden Fall Rotsünder Maximilian Dolinski. Stürmen sollen Winter-Rückkehrer Kevin Haug und David Günes, mit sechs Treffern der beste FCM-Torschütze. Als personelle Option rückt auch David Remiger nach seiner langen Zwangspause wieder in den Kader.
Die nächsten FCM-Heimspiele: Mit der Begegnung gegen Viktoria Aschaffenburg und dem Nachholspiel gegen den TSV Aubstadt steht nach der Illertissen-Partie gleich ein „Doppel-Heimspieltag“ an. Karten für alle Heimauftritte bis zum Saisonende sind bereits im Vorverkauf erhältlich. Informationen unter www.fc-memmingen.de/tickets.