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Am 32. Spieltag der DEL2 musste der ESV Kaufbeuren bei den Blue Devils Weiden eine 1:4-Niederlage hinnehmen. Für die Joker war es das erste Auswärtsspiel des Jahres 2026. Trainer Andrew Donaldson konnte dabei wieder auf Tyson McLellan und John Rogl zurückgreifen, im Tor begann Rihards Babulis. Doch sportlich präsentierte sich der ESVK über weite Strecken des Abends enttäuschend.

Bereits das erste Drittel verlief aus Kaufbeurer Sicht vollkommen misslungen. Von Beginn an leisteten sich die Joker zahlreiche Fehlpässe, wirkten läuferisch unterlegen und ließen den Gastgebern in der eigenen Defensivzone viel zu viel Raum. Hinzu kam, dass John Rogl nach nur wenigen Wechseln bei seinem Comeback verletzt vom Eis humpeln musste. Die Blue Devils nutzten die Unsicherheiten eiskalt: In der dritten Minute traf Luca Gläser zur frühen Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Tyler Ward mit einem Schuss aus dem Slot auf 2:0. Auch danach änderte sich nichts am Spielverlauf. Weiden erspielte sich Chance um Chance, während die Angriffe des ESVK meist schon an der Mittellinie endeten. Die Joker agierten ohne Selbstvertrauen und ohne erkennbare Struktur, sodass der 2:0-Pausenstand für die Hausherren mehr als verdient war.
Im zweiten Abschnitt präsentierte sich das Spiel insgesamt zerfahren, doch auch hier fanden die Kaufbeurer kaum zu ihrem Spiel. Zwar wirkten die Joker etwas aggressiver und geordneter, zwingende Torchancen blieben jedoch Mangelware. Hoffnung keimte kurzzeitig auf, als Tyson McLellan nach einer starken Einzelaktion im Powerplay in der 34. Minute den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte. Doch die Freude währte nur kurz. Direkt nach dem Bully geriet der ESVK wieder massiv unter Druck, leistete sich mehrere Undiszipliniertheiten und musste in Unterzahl agieren. Die Nerven lagen offenbar blank: Nach einer Auseinandersetzung mussten sowohl Max Kislinger als auch Weidens Neal Samanski mit einer 5+-Spieldauerstrafe vom Eis. Die Blue Devils nutzten das folgende Powerplay und stellten durch Alex-Olivier Voyer in der 37. Minute den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her – 3:1 zur zweiten Pause.
Auch im Schlussdrittel setzte sich das Bild fort. Bereits nach drei Minuten kassierte Max Oswald eine unnötige Strafe in der Offensivzone, kurz darauf folgte Brent Raedeke. Weiden nutzte das folgende Fünf-gegen-Drei-Powerplay eiskalt: Thommy Muck hämmerte den Puck nach nur 22 Sekunden per Direktschuss zum vorentscheidenden 4:1 ins Tor. Danach spielte praktisch nur noch der Gastgeber. Das Geschehen verlagerte sich fast ausschließlich in die Defensivzone der Joker, wo Rihards Babulis mit mehreren starken Paraden Schlimmeres verhinderte. Zahlreiche Nicklichkeiten und weitere Strafzeiten gegen den ESVK prägten die Schlussphase, weitere Treffer fielen jedoch nicht mehr.
Am Ende stand eine in allen Belangen verdiente Niederlage für den ESV Kaufbeuren, die sich früh angedeutet hatte und in ihrer Deutlichkeit Anlass zur Sorge gibt.
Geschrieben von: Redaktion
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