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Aktuelles

ESC Kempten kritisiert Entwicklung der Bayernliga und ändert Pressearbeit

today9. Oktober 2026

Hintergrund
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Der ESC Kempten kritisiert die Entwicklung der Kaderstrukturen in der Eishockey-Bayernliga. Der Verein fordert mehr Fokus auf Nachwuchsarbeit und regionale Spieler und verzichtet deshalb bei bestimmten Gegnern künftig auf gemeinsame Pressekonferenzen und Drittelpausen-Interviews.

Der ESC Kempten stellt sich gegen die aus seiner Sicht zunehmenden Veränderungen der Kaderstrukturen in der Eishockey-Bayernliga. In einem Beitrag auf Instagram kritisiert der Verein, dass der regionale Charakter der Liga und die nachhaltige Entwicklung des bayerischen Eishockeys dadurch zunehmend in den Hintergrund geraten könnten.

Nach Ansicht des ESC Kempten sollte die Bayernliga eine wichtige Rolle bei der Ausbildung junger bayerischer Spieler spielen. Die Nachwuchsarbeit, die Förderung eigener Talente und Perspektiven für Spieler aus der Region dürften nicht kurzfristigen sportlichen Interessen untergeordnet werden, heißt es in der Stellungnahme.

Aus diesem Grund hat der Verein eine Änderung seiner Pressearbeit beschlossen. Bei Spielen gegen Mannschaften, deren Kaderstruktur aus Sicht des ESC nicht mehr dem gewünschten regionalen und nachhaltigen Ansatz entspricht, will Kempten künftig auf eine gemeinsame Pressearbeit verzichten.

Konkret bedeutet das: Die eigenen Pressekonferenzen finden weiterhin statt, allerdings ohne Einladung des Gästetrainers bei den betreffenden Spielen. Außerdem sollen Spieler der Gastmannschaften nicht mehr für Drittelpausen-Interviews angefragt werden. Bei Auswärtsspielen will der ESC Kempten weder an den Pressekonferenzen der betreffenden Vereine teilnehmen noch eigene Spieler für Interviews in den Drittelpausen zur Verfügung stellen.

Der Verein betont ausdrücklich, dass sich die Kritik nicht gegen einzelne Spieler und auch nicht gegen deren Herkunft oder Nationalität richtet. Jeder Spieler auf dem Eis verdiene sportlichen Respekt. Die Kritik richte sich ausschließlich gegen die Entwicklung der Kaderstrukturen und die Rahmenbedingungen, die aus Sicht des ESC die Möglichkeiten für regionale Spieler einschränken.

Mit der Entscheidung möchte der Verein nach eigenen Angaben eine sportpolitische Diskussion über die künftige Ausrichtung der Bayernliga anstoßen. Die Liga müsse mehr sein als ein reiner Spielbetrieb und auch eine Perspektive für das bayerische Eishockey bieten.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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