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Die Aktienbrauerei Kaufbeuren kann aufatmen: Die britischen Eigentümer von ROKIT Stars haben beschlossen, dem Traditionsunternehmen vorerst doch nicht den Geldhahn zuzudrehen.

Damit ist sichergestellt, dass die Brauerei auch in diesem Sommer Großveranstaltungen, Vereinsfeste und Feste wie das Tänzelfest in Kaufbeuren weiterhin beliefern kann. Für die rund 90 Beschäftigten ist diese Entscheidung eine große Erleichterung – viele zeigten sich erleichtert und erleichtert zugleich optimistisch für die kommenden Monate.
Vor fünf Wochen sah die Situation noch deutlich düsterer aus. Der Mutterkonzern hatte damals einen harten Sanierungskurs angekündigt, da die Brauerei unter der ABK Betriebsgesellschaft GmbH seit Jahren rote Zahlen schreibt. Geplant waren unter anderem massive Stellenkürzungen. Die Konsequenz: In den folgenden Wochen musste der ABK-Vertrieb gegenüber größeren Abnehmern einräumen, dass eine Ausstattung mit Inventar und Bierlieferungen über den Sommer zunächst nicht möglich seien. Dies hätte die umsatzstärkste Zeit des Jahres stark eingeschränkt.
Nach Gesprächen zwischen Beratern, Juristen und Belegschaftsvertretern entschied sich ROKIT Stars jedoch zum Umdenken. Die Botschaft verbreitete sich schnell unter den Mitarbeitern und stieß auf große Erleichterung. „Der Sommer ist gerettet, ich könnt‘ schreien vor Freude“, sagt ein langjähriger Mitarbeiter. Auch Josef Müller, Mitglied im Festausschuss des Bezirksmusikfestes in Oberostendorf (Ostallgäu), zeigt sich erleichtert: „Wir haben nie gezweifelt. Es sieht so aus, als könne die Zusammenarbeit weitergehen.“
Für das Tänzelfest Kaufbeuren deutet sich ebenfalls eine Lösung an, nachdem die langjährige Partnerschaft zwischen der Brauerei und den Festveranstaltern in Frage stand. Dennoch bleibt die Zukunft der Traditionsbrauerei nach dem Herbst unklar, da die langfristige Sanierung weiterhin eine Herausforderung darstellt.
Politik und Verwaltung zeigen sich aufmerksam und unterstützend: Oberbürgermeister Stefan Bosse und der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl führten bereits Gespräche mit der Geschäftsleitung und signalisierten ihre Unterstützung, um den Standort und die Arbeitsplätze zu sichern.
Mit mehr als 700 Jahren Tradition bleibt die Aktienbrauerei Kaufbeuren eines der ältesten Unternehmen der Region – die jüngste Entscheidung der Eigentümer gibt der Belegschaft und der Stadt jedoch hoffnungsvoll einen unbeschwerten Sommer.
Geschrieben von: Leon Dauter
Aktienbrauerei Allgäu entwarnung Kaufbeuren