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Wirtschaft

Dem schwäbischen Handwerk fehlt es weiterhin an Schwung

today2. Februar 2026

Hintergrund
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Die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung haben sich nicht erfüllt. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage nur wenig verändert. 83 Prozent der befragten Handwerksbetriebe bewerten ihre aktuelle Situation als gut oder befriedigend. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der vorangegangenen Herbstumfrage. 17 Prozent beschreiben ihre Lage als schlecht.

Pixabay

Dazu Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben: „Wir erleben bereits seit mehreren Quartalen eine Seitwärtsbewegung der Konjunktur. Viele Betriebe schlagen sich trotz vielfältiger Krisen robust, viele zehren aber zunehmend von ihrer Substanz.“ Große Erwartungen, dass sich die Lage bald zum Positiven verändern wird, haben die schwäbischen Handwerksunternehmen nicht. Lediglich acht Prozent erwarten eine Besserung ihrer Lage. Wagner weiter: „Der von der Bundesregierung angekündigte wirtschaftspolitische Kurswechsel lässt weiter auf sich warten. Bei den wichtigen Reformthemen wie steuerlichen Erleichterungen für Mittelstand und Handwerk oder einer wirksamen Begrenzung der Lohnnebenkosten bleibt die Regierung schlüssige Antworten schuldig. Ein weiteres verlorenes Jahr wäre für unsere Betriebe fatal.“

Schwache Auftragslage belastet Betriebe

Das Bau- und Ausbauhandwerk stellt mit einem Anteil von 46 Prozent aller Handwerksbetriebe die zahlen- und umsatzstärkste Branche innerhalb des Handwerks. In der aktuellen Umfrage geben 83 Prozent der Betriebe aus dem Bauhauptgewerbe an, dass sie mit ihrer wirtschaftlichen Lage zufrieden sind. Noch etwas besser sind die Rückmeldungen aus dem Ausbaugewerbe. 86 Prozent der Elektrotechniker oder Sanitär- und Heizungstechniker bewerten ihre Lage mit gut oder befriedigend.

Was den Betrieben zu schaffen macht, ist das Fehlen neuer Aufträge. Quer über alle Branchen leidet fast jeder dritte Betrieb (31 %) unter ausbleibenden Neuaufträgen. Das sind nochmals fünf Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Besonders betroffen ist das Bauhauptgewerbe, wobei hier auch witterungsbedingte Umstände eine Rolle spielen. 42 Prozent der Bauhauptbetriebe wie Zimmerer oder Maurer melden ein Minus bei den Neuaufträgen. Bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und speziell den industriellen Zulieferern geben sogar 45 Prozent an, von einem Auftragsminus betroffen zu sein. Das drückt auf die Zufriedenheit und Stimmung. Entsprechend sind lediglich 69 Prozent der Handwerke für den gewerblichen Bedarf mit ihrer wirtschaftlichen Lage zufrieden. Das sind mehr als zehn Prozentpunkte weniger als noch vor drei Monaten. Das Fehlen neuer Aufträge führt auch dazu, dass die Auftragsbücher schmäler werden. Die Betriebe zehren von ihrem Auftragsbestand. Im vierten Quartal ist die gemessene Reichweite um über eine Woche von 9,1 auf nun 8,0 Wochen zurückgegangen. Innerhalb der Gruppe der konsumorientierten Handwerke melden die Lebensmittelgewerke erneut Spitzenwerte bei der Zufriedenheit. 95 Prozent berichten über eine zufriedenstellende Geschäftslage. Bei den Friseuren oder Optikern liegt der Anteil der zufriedenen Betriebe bei 82 Prozent, das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Ähnlich schneidet das Kfz-Handwerk ab. 84 Prozent sind zufrieden.

Skeptischer Blick auf die kommenden Monate

Nur eine kleine Minderheit von acht Prozent der befragten Handwerksunternehmen geht davon aus, dass sich die eigene wirtschaftliche Lage im nächsten Quartal verbessern wird. Eine breite Mehrheit von 70 Prozent der Betriebe erwartet keine Veränderung ihrer wirtschaftlichen Situation. Fast ein Viertel der Befragten (22 %) glaubt an eine Verschlechterung. Damit hat sich der Anteil der pessimistischen Erwartungen gegenüber dem Vorquartal um sechs Prozentpunkte erhöht. Besonders skeptisch sind die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, die als Zulieferer oder Dienstleister stark von ihren oftmals industriellen Auftraggebern abhängig sind. Das Ausbleiben neuer Aufträge lastet auf den Betrieben. Knapp jeder vierte Betrieb quer über alle Branchen (23 %) befürchtet einen Rückgang an Auftragseingängen.

 

Weitere Zahlen und Grafiken auf www.hwk-schwaben.de/konjunktur.

 

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Geschrieben von: Leon Dauter

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