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Der heutige 38. Spieltag in der heimischen energie schwaben arena stand ganz im Zeichen eines besonderen Debüts: Für den in Kaufbeuren bereits bekannten neuen Trainer Leif Carlsson sowie Co-Trainer-Neuzugang Patric Wener war es der erste Heimauftritt an der Bande. Zu Gast waren die Blue Devils Weiden. Neben den bekannten Langzeitausfällen fehlten beim ESV Kaufbeuren zusätzlich Rihards Babulis, der für den EV Füssen im Einsatz war, sowie Fabian Koziol, der pausierte. Dafür kehrten Florian Reinwald, Yannik Burghart und Cody Porter ins Aufgebot zurück. Im Tor startete Daniel Fießinger.

Für eine schöne Geste sorgten bereits vor Spielbeginn die mitgereisten Weidener Fans, die mit einem Banner dem ESVK zum 80-jährigen Vereinsjubiläum gratulierten – eine Aktion, die von den Kaufbeurer Anhängern mit Applaus gewürdigt wurde. Vor 2.103 Zuschauern mussten sich die Joker am Ende dennoch mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben.
Die Partie begann optimal für den ESV Kaufbeuren. Bereits in der zweiten Spielminute profitierte man von einem Fehlpass der Hausherren auf Michael McNiven im Weidener Tor. Dessen Zuspiel landete bei Dominik Groß, der den Puck direkt in den Slot zu Jere Laaksonen weiterleitete. Der Deutsch-Finne fackelte nicht lange und verwandelte eiskalt zur 1:0-Führung.
Weiden fand zunächst nur schwer ins Spiel, steigerte sich jedoch im Verlauf des ersten Drittels deutlich. Die Gäste hatten mehr Scheibenbesitz, was auch an zahlreichen Fehlpässen und unsauberen Klärungsaktionen der Joker in der eigenen Zone lag. Insgesamt war die Partie von vielen Zweikämpfen geprägt, spielerische Höhepunkte blieben zunächst Mangelware.
Kurz vor der ersten Pause fiel dann der Ausgleich: Nach einem verlorenen Zweikampf an der Bande landete der Puck bei Neal Samanski an der blauen Linie. Sein Schuss wurde abgefälscht und sprang zu seinem Bruder Noah Samanski, der Daniel Fießinger per Rückhand zum 1:1 überwand.
Auch der zweite Spielabschnitt begann vielversprechend für den ESVK. Yannik Burghart trug die Scheibe mit viel Tempo durch die Offensivzone und bediente Maximilian Kislinger, der jedoch im letzten Moment von Luca Gläser am Abschluss gehindert wurde.
Das Drittel verlief insgesamt sehr ausgeglichen, aber zerfahren. Beide Teams erspielten sich Chancen, ohne jedoch dauerhaft Struktur ins Spiel zu bringen. Mitte des Drittels sorgte ein Foul von Tom Schwarz an Pavels Nikitins für Aufregung. Rio Kaiser ging seinem Gegenspieler nach, woraufhin es zu einem kurzen Gerangel kam. Schwarz erhielt zwei Minuten für Beinstellen und zwei weitere wegen übertriebener Härte, Kaiser ebenfalls zwei Minuten.
Das Powerplay der Joker blieb jedoch erneut harmlos und statisch. Auch eine weitere Strafzeit gegen Georg Thal wegen Stockschlags brachte keinen Ertrag, sodass es mit einem 1:1 in die zweite Pause ging.
Im Schlussdrittel dauerte es einige Minuten, bis wieder Tempo aufkam. Das erste Ausrufezeichen setzte Maximilian Kolb, dessen Schuss von der blauen Linie am Pfosten landete. Wenig später zeigte erneut Yannik Burghart seine Schnelligkeit, als er die Scheibe aus dem eigenen Drittel bis in die Offensive trug. Der Puck gelangte zu Paul Mayer, der mit einem Schlenzer die 2:1-Führung für den ESVK erzielte.
Kurz darauf hatte Kaufbeuren die große Chance auf das 3:1: Sami Blomqvist leitete eine hohe Scheibe in die Offensive weiter, Michael McNiven stand dabei außerhalb seines Tores. Der Abpraller landete bei Nicolas Appendino, der das halbleere Tor jedoch verfehlte.
Weiden drückte nun massiv und schnürte die Joker in der eigenen Zone ein. Daniel Fießinger stand im Mittelpunkt und parierte mehrfach stark. In der Schlussphase musste Jonas Fischer wegen Haltens des Stocks auf die Strafbank. Weiden nahm 1:55 Minuten vor Schluss die Auszeit und zog den Torwart. In Überzahl traf Alex-Olivier Voyer schließlich mit einem präzisen Schuss ins rechte Kreuzeck zum 2:2-Ausgleich.
In der Verlängerung traf Tyler Ward gleich zweimal den Pfosten, auch die Joker hatten ihre Möglichkeiten, doch ein Tor fiel nicht. Eine Sekunde vor Ende der Overtime eskalierte die Situation: Zunächst erhielt Fabian Ribnitzky eine Strafzeit wegen Stockschlags, direkt danach lieferten sich Max Oswald und Dominik Bohac einen Faustkampf, für den beide mit je fünf Minuten bedacht wurden.
Im anschließenden Penaltyschießen behielten die Blue Devils die besseren Nerven. Yannik Burghart, Sami Blomqvist und Alex-Olivier Voyer scheiterten, während Tyson McLellan und Cedric Schiemenz für Weiden trafen. Damit sicherten sich die Gäste den Zusatzpunkt.
Geschrieben von: Redaktion
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