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Der Deutsche Alpenverein (DAV) zieht eine gemischte Bilanz der Sommersaison 2026. Viele sonnige und warme Tage sorgten für einen frühen Saisonstart und eine hohe Nachfrage auf den Hütten, gleichzeitig stellte die anhaltende Trockenheit die Betreiber vor erhebliche Herausforderungen. Nach ersten Auswertungen war rund ein Drittel der DAV-Hütten zumindest zeitweise von Wassermangel betroffen.

Wegen des wenigen Schnees begann die Saison in diesem Jahr vielerorts besonders früh, auch im Hochgebirge. Das warme und trockene Wetter lockte bereits im Frühsommer zahlreiche Gäste in die Berge. Der DAV geht aktuell davon aus, dass die Alpenvereinshütten in diesem Jahr rund 900.000 Übernachtungen erreichen oder sogar übertreffen werden. Die endgültigen Zahlen sollen im kommenden Jahr vorliegen.
Die Hitze und die geringen Niederschläge wurden im Laufe des Sommers allerdings zunehmend zum Problem. Quellen führten weniger Wasser, Speicher liefen teilweise leer und zahlreiche Hütten mussten ihren Verbrauch einschränken. Nach Angaben des DAV waren rund ein Drittel aller Hütten zumindest zeitweise betroffen. Der Verband sieht deshalb einen zunehmenden Bedarf an größeren Wasserspeichern, Wassersparmaßnahmen, einer besseren Überwachung der Ressourcen und einer klimaresilienten Infrastruktur.
Auch im Allgäu war der Wassermangel auf einzelnen Hütten ein Thema. Die Erfahrungen des Sommers zeigen laut DAV, dass sich die Bedingungen regional deutlich unterscheiden können. Während manche Hütten mit besonders knappen Wasserreserven umgehen mussten, profitierten andere von einer weiterhin hohen Nachfrage und guten Wetterbedingungen.
Neben der Wasserversorgung beschäftigte die Hüttenwirte auch in diesem Sommer das Thema Bettwanzen. Nach Angaben des DAV sind jährlich rund 20 Hütten von einem Befall betroffen. Der Verband setzt deshalb gemeinsam mit Sektionen und Hüttenwirten auf verstärkte Präventionsmaßnahmen und einen offenen Umgang mit Verdachtsfällen. Im Allgäu haben sich dabei sogenannte BugBags etabliert. Die luftdichten Säcke werden über Rucksäcke gestülpt und sollen dabei helfen, eine mögliche Einschleppung von Bettwanzen zu verhindern.
Positive Bilanz zieht der DAV auch bei der Aktion „Freie Nacht fürs Klima“. Knapp 10.000 kostenlose Übernachtungen wurden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern genutzt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Hütten angereist waren. Dadurch wurden nach Angaben des Alpenvereins rund 815 Tonnen CO₂ gegenüber einer Anreise mit dem Auto eingespart.
Während viele hochalpine Hütten ihre Sommersaison inzwischen beendet haben, sind einige Häuser noch bis in den November geöffnet. Wetterbedingte Änderungen sind dabei jederzeit möglich. Der DAV empfiehlt deshalb, sich vor einer geplanten Bergtour über die aktuellen Öffnungszeiten und Bedingungen der jeweiligen Hütte zu informieren.
Geschrieben von: Leon Dauter