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Polizei

Bundespolizei greift zwölf Migranten bei Kontrollen in Lindau auf

today8. Oktober 2026

Hintergrund
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Bei Kontrollen am Grenzübergang Hörbranz an der A96 und am Bahnhof Lindau-Reutin hat die Bundespolizei am Mittwoch insgesamt zwölf Migranten festgestellt, die nach den bisherigen Ermittlungen unerlaubt nach Deutschland einreisen wollten. Die Einreiseversuche endeten in allen Fällen mit einer Zurückweisung, in einem Fall soll die Rückführung direkt ins Heimatland erfolgen.

Foto: Bundespolizei

Bereits in den Nachtstunden kontrollierten die Beamten am Grenzübergang einen Fernbus auf der Strecke von Mailand nach Bialystok. Darin befand sich eine fünfköpfige afghanische Familie mit zwei Erwachsenen und drei Kindern im Alter von sechs, acht und elf Jahren. Die Familie verfügte lediglich über Reisepässe, nicht aber über die erforderlichen Aufenthaltstitel. Nach ersten Ermittlungen waren die fünf Personen von bislang unbekannten Schleusern nach Italien gebracht worden. Beim Familienvater wurde zudem ein gefälschter afghanischer Ausweis gefunden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Hinterlegung einer Sicherheitsleistung von 900 Euro wurde die Familie nach Österreich zurückgewiesen.

Im selben Bus stellten die Bundespolizisten außerdem einen 49-jährigen Mann aus Sri Lanka fest. Er führte einen rumänischen Aufenthaltstitel mit sich, der bereits im April 2026 von den rumänischen Behörden für ungültig erklärt und zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Der Mann soll am Donnerstag vom Flughafen München aus in sein Heimatland zurückgeführt werden.

In einem weiteren Fernbus auf der Strecke von Rom nach Frankfurt am Main trafen die Beamten drei unabhängig voneinander reisende Männer aus dem Kosovo an. Bei einem 37-Jährigen war der italienische Aufenthaltstitel seit Januar abgelaufen, ein 30-Jähriger legte einen bereits im April 2025 ungültig gewordenen deutschen Aufenthaltstitel vor. Ein weiterer 37-Jähriger gab an, lediglich zwei Tage in Deutschland bleiben zu wollen. Er hatte jedoch nur fünf Euro Bargeld und Arbeitskleidung dabei. Alle drei Männer wurden angezeigt und anschließend zurückgewiesen.

Ebenfalls in diesem Bus befand sich ein 49-jähriger Iraker mit italienischen Flüchtlingsdokumenten. Die Bundespolizei stellte fest, dass der bereits polizeibekannte Mann offenbar einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland anstrebte. Auch er wurde nach Abschluss der strafrechtlichen Sachbearbeitung nach Österreich zurückgewiesen.

Später kontrollierten die Bundespolizisten zudem einen 25-jährigen Fahrzeuglenker aus Kirgisistan. Sein italienischer Aufenthaltstitel war bereits seit mehr als sieben Monaten abgelaufen. Auch ihm wurde die Einreise nach Deutschland verweigert, anschließend musste er nach Österreich zurückkehren.

Am Bahnhof Lindau-Reutin kontrollierten die Beamten am Vormittag schließlich einen 34-jährigen Iraner, der mit dem Zug von Schruns nach Lindau unterwegs war. Der Mann konnte keine gültigen Einreisepapiere vorweisen und hatte lediglich eine österreichische Gesundheitskarte bei sich. Auch er wurde angezeigt und nach Österreich zurückgewiesen.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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