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Aktuelles

Bodenseepegel im August so niedrig wie noch nie

today15. August 2026

Hintergrund
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Am Bodensee macht sich die lange trockene Witterungsphase inzwischen deutlich bemerkbar. Der See führt für die Jahreszeit außergewöhnlich wenig Wasser. Am Pegel Konstanz wurde Mitte August sogar ein Wert erreicht, der in der langen Messgeschichte für diesen Zeitpunkt noch nicht registriert worden war. Am Donnerstag lag der Pegel in Konstanz bei 275 Zentimetern. Seit dort im Jahr 1850 mit den Aufzeichnungen begonnen wurde, war der Wasserstand an einem 13. August noch nie so niedrig.

Ungewöhnlich ist nicht nur die Höhe des Pegels, sondern auch der Zeitpunkt. Üblicherweise fällt der Bodensee erst während der Wintermonate beziehungsweise zum Ende des Winters auf seinen jährlichen Tiefstand. In diesem Jahr ist dieses Niveau bereits im Hochsommer erreicht.

Trockenheit im gesamten Einzugsgebiet

Die Entwicklung hat mehrere Ursachen. In den vergangenen Monaten fiel in weiten Teilen des Einzugsgebiets zu wenig Niederschlag. Gleichzeitig sorgten die hohen Temperaturen dafür, dass zusätzlich Wasser verdunstete.

Eine wichtige Rolle spielt zudem der vergangene Winter in den Alpen. Dort lagen vergleichsweise geringe Schneemengen. Entsprechend fehlte in den folgenden Monaten ein Teil des Schmelzwassers, das normalerweise über Flüsse und Bäche in Richtung Bodensee gelangt.

Besonders deutlich zeigt sich die Trockenheit beim Alpenrhein, dem wichtigsten Zufluss des Sees. Auch dort wurden zeitweise extrem niedrige Wasserstände beobachtet.

Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) besteht die trockene Witterungsphase bereits seit Ende November 2025. Für eine nachhaltige Erholung des Bodenseepegels wären daher größere Niederschlagsmengen insbesondere im alpinen Einzugsgebiet notwendig.

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Geschrieben von: Redaktion

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