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Nach dem ersten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Bayern am Montag müssen Fahrgäste in den kommenden Wochen weiterhin mit erheblichen Einschränkungen bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahn-Linien rechnen. Betroffen sind unter anderem große Städte wie München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt, wo die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen hat.

Der bisherige Streiktag kommt aus einer festgefahrenen Tarifrunde zwischen ver.di und den kommunalen Verkehrsunternehmen im Freistaat. Die Gespräche blieben bislang ohne Ergebnis, weshalb ver.di seinerseits Druck aufbauen will, bis die nächste Verhandlungsrunde am 13. Februar 2026 stattfindet. Der stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk erklärte, „mit weiteren Warnstreiks zu rechnen“ sei, und kündigte an, dass Zeitpunkt und Dauer der nächsten Aktionen mit angemessener Vorlaufzeit bekanntgegeben werden.
Ziel der Gewerkschaft ist es, die Arbeitgeberseite dazu zu bewegen, in der Tarifauseinandersetzung bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu akzeptieren. Im Streit stehen unter anderem Forderungen nach höheren Löhnen, besseren Zuschlägen sowie Verbesserungen bei Arbeitszeit und Arbeitsbelastung. Die regionalen Verkehrsunternehmen haben bislang kaum Angebote vorgelegt, was die Situation weiter verschärft.
Pendler und Fahrgäste werden deshalb gebeten, sich auch in den kommenden Wochen frühzeitig über die aktuellen Fahrpläne zu informieren und mögliche alternative Verkehrsmittel einzuplanen, da der Nahverkehr in vielen Regionen zeitweise stillstehen oder stark eingeschränkt sein wird.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu gewerkschaft Verdi werkstreik