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Auf dem Ausbildungsmarkt im Allgäu gibt es weiter Bewegung: Seit dem Ausbildungsstart im September sind bei der IHK Schwaben rund 700 neue Verträge hinzugekommen. Insgesamt gibt es im Allgäu rund 3.150 Neuverträge – allerdings 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sind noch mehr als 1.700 Ausbildungsstellen in Schwaben offen. Besonders stark gestiegen sind die Ausbildungszahlen in der Gastronomie.

Auf dem Ausbildungsmarkt im Allgäu ist weiterhin viel Bewegung. Seit dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres am 1. September sind bei der IHK Schwaben rund 700 weitere Ausbildungsverträge für das laufende Jahr eingegangen. Insgesamt gibt es in Bayerisch-Schwaben inzwischen 7.628 neue Ausbildungsverträge.
Auch im Allgäu kommen noch laufend neue Verträge hinzu. Aktuell sind dort rund 3.150 Neuverträge registriert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das allerdings einem Rückgang von 5,6 Prozent.
Besonders deutlich fällt der Rückgang im Bereich Oberallgäu/Kempten aus. Dort wurden zum 1. Oktober 1.091 Ausbildungsverträge gezählt, 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Ostallgäu und in Kaufbeuren sind es 713 Verträge, ein Minus von 6,8 Prozent. Im Unterallgäu und in Memmingen wurden 1.019 Verträge registriert – 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr. In Lindau fällt der Rückgang mit 1,2 Prozent auf 323 Verträge vergleichsweise gering aus.
Nach Angaben der IHK Schwaben beginnen viele junge Menschen erst spät mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Deshalb laufen Einstellungsprozesse in vielen Betrieben noch weit über den offiziellen Ausbildungsstart hinaus. Die IHK hat in den vergangenen Wochen deshalb gezielt Jugendliche angesprochen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten, und sie mit Beratungsangeboten und konkreten Stellenangeboten unterstützt.
Bei den Branchen zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Vor allem die Industrie verzeichnet weniger neue Ausbildungsverträge. In den gewerblich-technischen Berufen ist die Zahl schwabenweit um sieben Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig gibt es positive Entwicklungen in anderen Bereichen: Im Hotel- und Gaststättengewerbe stieg die Zahl der Neuverträge um zehn Prozent, im Verkehrs- und Transportgewerbe um vier Prozent.
Zu den besonders gefragten Ausbildungsberufen gehören Verkäufer und Einzelhandelskaufleute, Industriekaufleute, Industriemechaniker, Bürokaufleute und Fachinformatiker.
Trotz des Rückgangs bei den Vertragszahlen sind weiterhin zahlreiche Ausbildungsplätze frei. Im Ausbildungsatlas der IHK Schwaben sind aktuell mehr als 1.700 offene Stellen eingetragen, viele davon noch für das laufende Ausbildungsjahr. Die IHK geht allerdings davon aus, dass auch in diesem Jahr Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben könnten.
Als eine Herausforderung nennt die IHK unter anderem fehlende Bewerberinnen und Bewerber mit passenden Voraussetzungen. Nach einer DIHK-Umfrage konnte im vergangenen Jahr jeder Betrieb im Schnitt 1,5 Ausbildungsplätze nicht besetzen. In fast der Hälfte der Fälle fehlten geeignete Bewerbungen.
Auch fehlende Basiskompetenzen spielen laut IHK eine Rolle. Zudem steigt die Zahl junger Menschen, die die Schule ohne Abschluss verlassen. Im Schuljahr 2023/24 waren es allein in Bayerisch-Schwaben knapp 1.200 Jugendliche ohne Abschluss der Mittelschule.
Die IHK Schwaben bietet deshalb verschiedene Unterstützungsangebote für Jugendliche und Unternehmen an – darunter Bildungsberatung, den Kurs „Fit fürs Lernen“ und das Mentoringprogramm „VerAplus“. Jugendliche, die sich für eine Ausbildung interessieren, können sich ebenso wie ausbildungsinteressierte Unternehmen an die Berufsorientierungs-Hotline der IHK Schwaben wenden.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Ausbildung IHK schwaben Start Stellen