Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Der vierstreifige Ausbau der B12 zwischen Hirschzell und Untergermaringen geht in die nächste Phase: Die Regierung von Schwaben hat das Planfeststellungsverfahren für den rund 9,4 Kilometer langen Abschnitt eingeleitet. Ziel sind mehr Verkehrssicherheit und ein besserer Verkehrsfluss durch getrennte Fahrbahnen mit je zwei Spuren.

Der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße 12 zwischen Kempten und Buchloe nimmt einen weiteren wichtigen Schritt. Die Regierung von Schwaben hat auf Antrag des Staatlichen Bauamts Kempten das Planfeststellungsverfahren für den Bauabschnitt C eingeleitet. Dieser rund 9,4 Kilometer lange Abschnitt reicht vom Kaufbeurer Ortsteil Hirschzell bis zum Germaringer Ortsteil Untergermaringen.
Der Ausbau der insgesamt rund 51 Kilometer langen Strecke ist im Bundesverkehrswegeplan als Projekt des „vordringlichen Bedarfs“ eingestuft und in sechs Abschnitte unterteilt. Grund für den Ausbau ist die bislang zwei- beziehungsweise dreistreifige Verkehrsführung, die ihre Leistungsgrenzen erreicht hat und immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen führt.
Künftig sollen getrennte Fahrbahnen mit jeweils zwei Fahrstreifen und Standstreifen pro Richtung für einen flüssigeren und vor allem sichereren Verkehr sorgen. Insbesondere soll die Gefahr von Gegenverkehrsunfällen deutlich reduziert werden. Der Ausbau erfolgt überwiegend auf der bestehenden Trasse durch einen einseitigen Anbau, je nach örtlichen Gegebenheiten westlich oder östlich der bisherigen Straße.
Alle Einmündungen und Kreuzungen werden höhenfrei ausgeführt, im Ausbauabschnitt ausschließlich in Form von Unterführungen. Das öffentliche Feld- und Waldwegenetz bleibt erhalten und wird bei Bedarf angepasst. Zum Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft sind umfassende Kompensationsmaßnahmen vorgesehen.
Für das Vorhaben werden Grundstücke in zahlreichen Gemeinden des Allgäus und angrenzender Regionen beansprucht, unter anderem in Kaufbeuren, Germaringen, Mauerstetten, Marktoberdorf, Buchloe, Mindelheim sowie weiteren Kommunen.
Als ersten Schritt des Verfahrens werden die Planunterlagen vom 27. Januar bis 26. Februar 2026 auf der Internetseite der Regierung von Schwaben unter „Aktuell laufende Planfeststellungsverfahren“ öffentlich ausgelegt. Zusätzlich können die Unterlagen auf Anfrage bei den betroffenen Städten und Gemeinden eingesehen werden. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt am 17. Januar 2026 in den regionalen Tageszeitungen.
Einwendungen gegen das Vorhaben können bis 26. März 2026 erhoben werden. Diese werden anschließend in einem Erörterungstermin behandelt, der zu einem späteren Zeitpunkt gesondert bekannt gegeben wird.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer