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Der Arbeitsmarkt im Allgäu hat sich im Mai leicht verbessert. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten–Memmingen sank die Arbeitslosenquote auf 3 Prozent. Rund 400 Menschen weniger waren arbeitslos gemeldet als im April. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten suchen viele Unternehmen weiterhin Personal. Besonders gefragt sind Beschäftigte im Bau, in der Industrie, Logistik sowie im Gesundheitswesen. Auch der Ausbildungsmarkt bleibt stabil – aktuell gibt es deutlich mehr offene Lehrstellen als Bewerber.

Der Arbeitsmarkt im Allgäu hat sich im Mai leicht verbessert. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten–Memmingen waren rund 12.150 Menschen arbeitslos gemeldet – etwa 400 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank damit auf 3 Prozent und liegt auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Arbeitsagentur bewertet den Rückgang vor allem als saisonale Entwicklung. Ein wirtschaftlicher Aufschwung bleibe weiterhin aus. Zusätzlich belasten die aktuelle Ölkrise und internationale Konflikte viele Unternehmen in der Region. Deshalb steigt auch das Interesse an Kurzarbeit wieder an. Ob tatsächlich mehr Betriebe Kurzarbeit anmelden, ist derzeit aber noch offen.
Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch. Im Mai wurden über 1.400 neue Stellen gemeldet – mehr als im Vorjahr. Besonders gesucht werden Mitarbeitende im Baugewerbe, in der Industrie, im Handel, in der Logistik sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Insgesamt sind aktuell rund 6.600 Stellen unbesetzt.
Auch der Ausbildungsmarkt zeigt sich weiterhin stabil. Auf etwa 1.300 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz kommen derzeit rund 2.580 offene Lehrstellen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz gelten damit weiterhin als sehr gut.
Regional bleibt der Kreis Unterallgäu mit 2,4 Prozent Spitzenreiter bei der niedrigsten Arbeitslosenquote. In Kempten und Kaufbeuren liegt die Quote mit jeweils 4,2 Prozent am höchsten.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Arbeitsmarkt Mai Situation