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Panorama

Kein Mensch mag Fahrrad-Rüpel

today8. Juli 2021

Hintergrund
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Ein Kommentar von Eva Veit

Radfahren ist gut für die Umwelt. Radfahren ist gut für die Gesundheit. Radfahren ist Trend. Radfahren macht Spaß. Was allerdings keinen Spaß macht: Radfahrer. Also die, die denken, für sie gelten keine Regeln. Diejenigen, die einfach nur rücksichtslos sind.

Im Jahr 2020 kam es im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West zu zahlreichen Unfällen mit Radfahrern. 1.286 Radler wurden verletzt, davon waren 401 mit E-Bike oder Pedelec unterwegs. 116 E-Bike-Fahrer zogen sich bei Unfällen in der Region sogar schwere Verletzungen zu – eine Steigerung um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vier kamen ums Leben.

Die Unfallursachen sind unterschiedlich. Gerade E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer überschätzen sich selbst oder die Geschwindigkeit ihres fahrbaren Untersatzes, können nicht mehr rechtzeitig bremsen, stürzen und verletzen sich schwer. Oder sie sind in unwegsamem Gelände unterwegs, fahren Straßen und Wege, die sie ohne Unterstützung durch den Motor am Rad nicht mit eigener Kraft fahren könnten und stürzen irgendwo im Nirgendwo.

Natürlich sind auch Autofahrer schuld an Radunfällen, vor allem im Stadtverkehr kann es gefährlich werden. Alleine wenn Autofahrer beim Überholen haarscharf an den Radlern vorbeifahren. Da helfen alle Hinweisschilder, man möge doch mindestens 1,50 Meter Platz zwischen dem Rad und dem Auto lassen, wie sie beispielsweise in Sonthofen aufgestellt wurden, nichts.

Wer allerdings mit offenen Augen in Stadt und Land unterwegs ist, egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto, kann allerlei Regelverstöße von Radfahrern beobachten. Auf Straßen fahren ohne zu schauen, ob ein Auto oder ein anderes Rad kommt. Abbiegen ohne umzuschauen, am besten noch nach links. Und natürlich ohne per Handzeichen zu zeigen, dass man sich jetzt links einordnet, das wird völlig überbewertet, der Autofahrer hinter einem kann ja hellsehen. Zu zweit oder zu dritt nebeneinander fahren, egal ob in der Stadt oder auf einer Landstraße, gerne natürlich auch auf Passstraßen, damit die Autos auch ja nicht überholen können. Oder auch als alleiniger Radfahrer mitten auf der Straße fahren. Stört ja niemanden. Rote Ampeln? Gelten doch nicht für Radfahrer. 

Der Illerdamm ist im südlichen Oberallgäu zur Fahrrad-Autobahn geworden. An schönen Tagen reiht sich dort Fahrrad an Fahrrad. Familien mit Kindern, Freizeitradler, E-Bike-Fahrer, Mountainbiker. Alle nebeneinander, einer überholt den anderen. Gegenverkehr? Sollen die doch hintereinander fahren. Fußgänger? Unverschämtheit, was machen die hier? Und die haben auch noch einen Hund dabei? Geht ja gar nicht. Da wird geschimpft, gedrängelt, überholt. Wie auf der richtigen Autobahn. Klingeln gibt’s nicht. Ohne Rücksicht auf Schwächere oder diejenigen die langsamer fahren. Bremsen geht gar nicht, man muss ja sein Tempo halten.

Natürlich sind nicht alle Radfahrer so. Aber wie überall stechen auch beim Fahrradfahren die Rüpel heraus. Diejenigen, die rücksichtslos sind und sich an keine Regeln halten. Die Fahrrad-Rüpel. Niemand mag Rüpel. Auch keine Fahrrad-Rüpel.

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Geschrieben von: Redaktion

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