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Panorama

Arbeitsmarkt im Allgäu erholt sich weiter

today30. September 2021

Hintergrund
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Die Zahl der Arbeitslosen im bayerischen Allgäu ist im Vergleich zum August gesunken. Nun herrscht in vielen Betrieben wieder der Fachkräftemangel vor, besonders in der Hotellerie und Gastronomie.

„Die Herbstbelebung hat im bayerischen Allgäu wie erwartet eingesetzt, und die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zu August wieder gesunken. Besonders deutlich ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen unter 25 Jahren zu sehen“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Es sind in dieser Gruppe über 250 Menschen weniger arbeitslos als im August. Auch im Bereich der Grundsicherung, das sind Leistungen, die über die Jobcenter ausgezahlt werden, konnten sich mehr als 120 Bürger aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Das zeigt, wie aufnahmestark der Arbeitsmarkt im bayerischen Allgäu ist.“

Insgesamt ist bei allen Personengruppen die Arbeitslosigkeit – unterschiedlich stark ausgeprägt – zurückgegangen. „Die Arbeitsmarktzahlen nähern sich in allen Bereichen denen des Septembers 2019 an – erstmals seit Einsetzen der Pandemie sinkt die Arbeitslosenzahl wieder unter die Marke 10.000“, erklärt Maria Amtmann. „Der Bestand an offenen, der Arbeitsagentur gemeldeten Stellen liegt sogar, wie schon im August, wieder über dem Stellenbestand des Septembers 2019. Die Wirtschaft im Agenturbezirk Kempten-Memmingen zeigt sich damit weiterhin stabil und im Wachstum begriffen.“ Für die Unternehmen der Region wird nach den Herausforderungen der Corona-Zeit nunmehr wieder der Fachkräftemangel das drängendste Problem: „Neben der Qualifizierung von Arbeitslosen ist die Weiterbildung von Beschäftigten in Firmen ein wesentlicher Baustein, um den Bedarf an qualifizierten MitarbeiterInnen in Unternehmen decken zu können. Die Arbeitsagentur kann unter bestimmten Voraussetzungen auch die Qualifizierung von bereits Beschäftigten finanziell unterstützen. Unser Arbeitgeberservice informiert und berät hierzu gerne,“ rät Maria Amtmann.

Wie prognostiziert, haben sich viele junge Menschen unter 25 Jahren, nämlich 254, im September wieder aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Sie konnten entweder eine neue Arbeit aufnehmen, oder haben mit einer weiterführenden Schule oder einem Studium begonnen. Auch alle anderen Personengruppen, darunter ältere Menschen über 50 Jahre und Langzeitarbeitslose, konnten, wenn auch in geringerem Ausmaß, von dem Herbstaufschwung profitieren und Arbeit aufnehmen.

Der Bestand an arbeitslosen Menschen sank im bayerischen Allgäu von August zu September um 634 auf 9.830 Personen (minus 6,1 Prozent). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent, die damit noch leicht über der des Vorkrisen-Septembers 2019 (2,3 Prozent), aber deutlich unter der des Vorjahresmonats (September 2020: 3,2 Prozent) liegt.

Viele offene Stellen

Im September meldeten die Allgäuer Unternehmen der Arbeitsagentur 1.346 neue vakante Arbeitsstellen. Das sind zwar 419 weniger neu gemeldete Stellen als noch im August, der Bestand stieg damit aber auf 6.999 Stellen und liegt weiter deutlich über dem Stellenbestand des Vorkrisen-Septembers 2019 (damals: 6531 gemeldete Stellen). Eine besonders hohe Arbeitskräftenachfrage gab es mit deutlichem Abstand zu anderen Branchen in der Produktion und Fertigung, aber auch in den Bereichen Lagerwirtschaft/Güterumschlag, in der Gastronomie und Hotellerie und im Verkauf suchen die Firmen dringend Personal.

Daten zu Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld liegen immer nur verzögert vor, da Betriebe drei Monate Zeit für die Antragstellung haben. Hochgerechnete Daten ergeben für Mai 2021 3.787 Betriebe und 25.884 Personen in Kurzarbeit. In dieser Zeit war im Allgäu insbesondere der Bereich der Hotellerie und Gastronomie noch stark von Corona-Folgeerscheinungen betroffen. In der Zwischenzeit haben sich jedoch durch die Aufhebung vieler Einschränkungen in nahezu allen Branchen annähernd wieder „normale“ Verhältnisse ergeben, so dass auch Personalbedarf teils in sehr starkem Umfang vorhanden ist. Damit ist ein sehr deutlicher Rückgang von Kurzarbeit in der Region zu verzeichnen. Bei noch in Kurzarbeit befindlichen Betrieben sind unter anderem Lieferengpässe ursächlich für die reduzierte Arbeit in den Unternehmen.

Bilanz zum Ausbildungsmarkt kommt Ende Oktober

Wie jedes Jahr, wird die Jahresbilanz des Ausbildungsmarktes 2020/21 Ende Oktober/Anfang November zusammen mit den Ausbildungspaktpartnern IHK und HwK vorgestellt werden.

In allen Regionen des Agenturbezirks Kempten-Memmingen ist der typische Herbstaufschwung spürbar und die Arbeitslosenzahlen sind im Vergleich zu August zurückgegangen. Dabei nähern sich die Arbeitslosenquoten aller Städte und Landkreise denen vor der Pandemie an und liegen meist nur 0,1 bis maximal 0,3 Punkte darüber.

Die Arbeitslosenquote der Stadt Memmingen liegt sogar mit 3,2 Prozent um 0,1 Prozent-Punkten unter der Arbeitslosenquote des Septembers 2019. Mit diesen hervorragenden Werten zählt das bayerische Allgäu zu einer der arbeitsmarktstärksten Regionen Bayerns und Deutschlands.

In der Stadt Kaufbeuren ging die Arbeitslosenquote im September im Vergleich zu August um 0,1 Prozent-Punkt auf 4,0 Prozent zurück. Es waren 992 Bürger arbeitslos gemeldet, 24 Personen weniger als im Vormonat. Die Firmen meldeten der Arbeitsagentur 56 neue offene Arbeitsstellen, wobei sich der Bestand an offenen Stellen auf 440 ganz leicht verringerte (August: 444 vakante Stellen). Der Schwerpunkt der Arbeitskräftenachfrage lag in der Branche Produktion/Fertigung, gefolgt von Gesundheit/Soziales/Erziehung sowie Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit.

Auch im Stadtgebiet Kempten ging die Arbeitslosenquote von August bis September um 0,3 Prozent-Punkte auf 3,3 Prozent zurück, was eine Reduzierung der Arbeitslosenzahl um 106 Personen auf 1.300 bedeutet. Bei den Kemptener Unternehmen waren im September 220 neue Arbeitsstellen zu besetzen, was im Vergleich zum Vormonat August den Bestand an vakanten Stellen von 654 auf 701 erhöhte. Die höchste Arbeitskräftenachfrage bestand in den Bereichen Produktion/Fertigung, dahinter kamen die Kaufmännischen Dienstleistungen/Handel/Vertrieb/Tourismus und Gesundheit/Soziales/Erziehung.

In der Stadt Memmingen lag die Arbeitslosenquote im September mit 3,2 Prozent erstmals seit Beginn der Pandemie unter der Quote des Vor-Corona-Jahres 2019: diese betrug im September 2019 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August ging die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent-Punkte zurück, was bedeutet, dass 826 Bürger arbeitslos gemeldet waren – 46 weniger als im August. Die Unternehmen hatten 151 neue Arbeitsstellen zu besetzen, was den Stellenbestand um 36 Stellen auf 733 erhöhte. Am häufigsten suchten die Betriebe Arbeitskräfte im Bereich Produktion/Fertigung (ca. 300 Stellen), gefolgt von Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit und Kaufmännischen Dienstleistungen/Handel/Vertrieb.

Auch im Kreis Lindau (Bodensee) ging im September die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozent-Punkte auf 2,3 Prozent zurück. Damit waren im September 1.059 Westallgäuer arbeitslos gemeldet – 104 weniger als im Vormonat August. Die Betriebe meldeten der Arbeitsagentur 205 neu zu besetzende Arbeitsstellen, der Bestand an offenen Stellen betrug damit 1.246 – 54 weniger als noch im August. Ein deutlicher Schwerpunkt mit über 500 offenen Stellen lag im Bereich Produktion/Fertigung, in deutlichem Abstand folgen Kaufmännische Dienstleistungen/Handel/Vertrieb und Tourismus sowie Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit. Auch der Bereich Gesundheit/Soziales und Erziehung zeigt eine hohe Arbeitskräftenachfrage.

Im Landkreis Oberallgäu sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozent-Punkt auf 2,2 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass hier im September 1.936 Oberallgäuer arbeitslos gemeldet waren – 118 Personen weniger als noch im August. Die ansässigen Betriebe meldeten der Arbeitsagentur 68 neu zu besetzende Stellen, womit sich der Bestand an vakanten Arbeitsplätzen leicht auf 1.208 erhöhte (August: 1.201 Stellen). Im vor allem im Süden touristisch geprägten Oberallgäu lag der Schwerpunkt der Arbeitskräftenachfrage mit 450 offenen Stellen in der Branche Kaufmännische Dienstleistungen/Handel und Tourismus, gefolgt von Produktion/Fertigung (ca. 250 Stellen) und Gesundheit/Soziales und Erziehung. Die Branche Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit sucht ebenfalls viele neue Mitarbeiter.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ostallgäu sank um 0,2 Prozent-Punkte auf 2,4 Prozent. Es waren 1.947 Bürger arbeitslos gemeldet, 173 weniger als im August. Von den Unternehmen wurden im September 158 zu besetzende Arbeitsstellen neu gemeldet, womit der Stellenbestand auf 1.030 anstieg. Der Schwerpunkt der vakanten Stellen lag im Bereich Produktion/Fertigung, gefolgt von Kaufmännischer Dienstleistung/Handel/Vertrieb und Tourismus – letzteres vor allem im südlichen Ostallgäu um Füssen mit starkem Fremdenverkehr – und Gesundheit/Soziales/Erziehung.

Im Landkreis Unterallgäu sank die Arbeitslosenquote im September im Vergleich zu August um 0,1 Prozent-Punkt auf 2,1 Prozent. 1.770 Unterallgäuer waren arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im August. Die Unterallgäuer Betriebe meldeten 309 neue offene Stellen und der Bestand an vakanten Arbeitsplätzen stieg um 100 Stellen auf 1.641. Im industriell geprägten Unterallgäu bestand im September vor allem im Bereich Produktion/Fertigung eine große Arbeitskräftenachfrage bei den Unternehmen (660 Stellen), aber auch die Branchen Verkehr und Logistik sowie Bau und Gebäudetechnik suchen dringend neue Mitarbeiter.

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Geschrieben von: Redaktion

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