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Die wirtschaftliche Lage der Aktienbrauerei Kaufbeuren bleibt angespannt. Seit Jahren schreibt der Braubetrieb rote Zahlen, nun arbeitet das britische Mutterunternehmen offenbar an einem umfassenden Sanierungskonzept. Offiziell äußern sich die Verantwortlichen dazu bislang nicht.

Besonders beunruhigend: In den vergangenen Tagen wurden Vereine und Veranstalter darüber informiert, dass die Brauerei ihre Verpflichtungen bei größeren Festen im Sommer möglicherweise nicht mehr erfüllen kann. Mehrere Organisatoren berichten, man habe ihnen geraten, sich nach neuen Getränkepartnern umzusehen. Grund dafür seien fehlende Kapazitäten ab Mai.
Gerade für Traditionsveranstaltungen in Kaufbeuren sorgt diese Entwicklung für Unsicherheit. Neben der Bierlieferung gehe es auch um Logistik und Ausstattung – Leistungen, die nicht jeder Anbieter kurzfristig übernehmen könne.
Die Brauerei beschäftigt aktuell rund 90 Mitarbeitende und blickt auf über 700 Jahre Geschichte zurück. Eigentümerin des operativen Geschäfts ist mehrheitlich die britische Gesellschaft ROKIT Stars. Weitere Anteile hält die Aktienbrauerei Kaufbeuren AG, hinter der unter anderem der US-Investor John Paul DeJoria steht.
In Geschäftsberichten wird die Brauerei seit Längerem als wirtschaftliche Belastung geführt. Während früher noch von einer positiven Zukunftsperspektive die Rede war, ist inzwischen nur noch von einem „dringend erforderlichen Sanierungskonzept“ die Rede.
Da sich die Eigentümer nicht öffentlich äußern, kursieren zahlreiche Gerüchte. Unklar ist derzeit, ob es zu einem Personalabbau kommt oder wie der Betrieb künftig aufgestellt werden soll. In Unternehmenskreisen ist sowohl von einer Sanierung als auch von einer möglichen Reorganisation die Rede.
Inzwischen hat sich auch die Politik eingeschaltet. Oberbürgermeister Stefan Bosse und der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl wollen Gespräche mit der Geschäftsführung führen. Ziel sei es, mehr Klarheit über die Zukunft der Brauerei zu erhalten und mögliche Beiträge zum Erhalt des Standorts und der Arbeitsplätze auszuloten.
Die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür sein, wie es mit der traditionsreichen Aktienbrauerei Kaufbeuren weitergeht.
Geschrieben von: Leon Dauter
Aktienbrauerei Allgäu wirtschaft Zukunft