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Polizei

Acht Unfälle in acht Stunden: Unfallreicher Freitag auf A7 und A96

today15. August 2026

Hintergrund
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Ein arbeitsreicher Freitag für die Autobahnpolizei rund um Memmingen: Innerhalb von nur acht Stunden mussten die Einsatzkräfte zu insgesamt acht Verkehrsunfällen auf der A7 und A96 ausrücken. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der entstandene Sachschaden liegt allerdings bei insgesamt knapp 70.000 Euro.

Unfall A96 Aitrach – 290925 (Archivbild) / Foto: Pöppel/AOV

Zwischen 10.30 und 18.30 Uhr ereigneten sich allein sechs Unfälle auf der A7, zwei weitere wurden von der A96 gemeldet. Drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Nach Angaben der Autobahnpolizei waren viele der Zusammenstöße Auffahrunfälle, bei denen ein zu geringer Sicherheitsabstand eine Rolle spielte. Einige Unfälle hatten jedoch ungewöhnlichere Ursachen.

Autofahrerin folgt anderem Wagen auf den Seitenstreifen

Gegen 15 Uhr war eine 43-Jährige mit ihrem Volvo auf der A96 in Richtung Lindau unterwegs. Bei Mindelheim wechselte ein vor ihr fahrendes Auto plötzlich vom rechten Fahrstreifen auf den Seitenstreifen.

Die Frau war davon nach eigenen Angaben so irritiert, dass sie dem unbekannten Wagen ebenfalls auf den Seitenstreifen folgte. Als sie ihren Irrtum bemerkte und zurück auf die Fahrbahn wechseln wollte, übersah sie einen dort fahrenden Sattelzug.

Der Volvo kollidierte seitlich mit dem Lastwagen. Beide Fahrzeuge blieben fahrbereit, der Sachschaden wird auf etwa 6.000 Euro geschätzt.

Wohnwagen kippt auf A7 um

Nur rund eine halbe Stunde später kam es bei Woringen zu einem weiteren Unfall. Ein 59-Jähriger war mit einem Wohnwagengespann auf der A7 in Richtung Norden unterwegs und wechselte auf den linken Fahrstreifen. Gleichzeitig wechselte auch ein vorausfahrendes Auto die Spur.

Der 59-Jährige musste stärker abbremsen und wich wieder nach rechts aus. Dabei geriet sein Gespann ins Schlingern. Der Fahrer verlor die Kontrolle, das Fahrzeug prallte zunächst gegen die linke Schutzplanke, schleuderte über die Fahrbahn und kollidierte anschließend mit der rechten Schutzplanke. Der Wohnwagen kippte schließlich auf dem Seitenstreifen um.

Der Anhänger wurde erheblich beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Schaden liegt laut Polizei bei etwa 15.000 Euro. Die Feuerwehr Woringen sicherte die Unfallstelle und reinigte die Fahrbahn. Für die Bergung musste die A7 in Richtung Norden rund eine halbe Stunde gesperrt werden.

Tiefstehende Sonne führt zu Auffahrunfall

Gegen 18.30 Uhr ereignete sich bei Erkheim ein weiterer Unfall auf der A96. Eine 62-Jährige war mit ihrem Skoda in Richtung Lindau unterwegs, als sie nach eigenen Angaben von der tiefstehenden Sonne stark geblendet wurde.

Die Sicht sei dadurch so stark eingeschränkt gewesen, dass sie weder die Fahrbahn noch einen vorausfahrenden Sattelzug erkennen konnte. Der Skoda prallte frontal gegen das Heck des Lastwagens. Der Schaden wird auf rund 12.000 Euro geschätzt. Auch hier wurde niemand verletzt.

Alle Unfallverursacher wurden nach Polizeiangaben kostenpflichtig verwarnt.

Reifenplatzer löst Wiesenbrand an der A7 aus

Bereits am Freitagvormittag war es zudem zu einem Feuer neben der A7 gekommen. Gegen 10 Uhr platzte zwischen Woringen und Bad Grönenbach ein Reifen an einem Sattelzug, der in Richtung Süden unterwegs war.

Dabei löste sich nach Angaben der Polizei ein heißes Fahrzeugteil und gelangte auf die Wiese neben der Fahrbahn. Das trockene Gras fing daraufhin Feuer.

Der 30-jährige Lkw-Fahrer und eine zufällig vorbeikommende zivile Polizeistreife konnten die Flammen zunächst eindämmen. Die Feuerwehr Woringen löschte den Brand anschließend vollständig und sicherte die Stelle ab.

Durch das Feuer wurden rund 20 Meter Wiesenfläche verbrannt. Ob auch die Schutzplanke beschädigt wurde, war zunächst noch unklar.

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Geschrieben von: Thomas Häuslinger

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