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Der bekannte Kemptener Gastronom Antonio „Toni“ Musto schließt Ende Februar nach 53 Jahren sein Restaurant Mylord und geht in den Ruhestand. Der aus Neapel stammende „singende Wirt“ prägte das Lokal mit italienischer Küche, viel Herzblut und Musik und wurde damit weit über Kempten hinaus bekannt.

Nach mehr als fünf Jahrzehnten schließt eine Kemptener Gastronomie-Institution ihre Türen: Antonio „Toni“ Musto beendet Ende Februar seine Zeit im Restaurant Mylord und geht in den Ruhestand. Als „singender Wirt“ ist der gebürtige Neapolitaner weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Vor 53 Jahren kam Musto als 15-Jähriger aus Neapel nach Kempten, um seinen Onkel Filippo Musto im Mylord zu unterstützen. Was als Aushilfe begann, wurde zu einer Lebensaufgabe. Schritt für Schritt lernte er das Gastronomiehandwerk – vom Abwasch über die Küche bis hin zu Service und Buchhaltung. 1992 übernahm er schließlich das Restaurant und prägte es über Jahrzehnte hinweg.
Das Mylord stand stets für italienische Küche, Fischspezialitäten und Qualität – aber auch für Atmosphäre. Toni Musto verband seine Leidenschaft für Gastronomie mit der Liebe zur Musik. Seine spontanen Gesangseinlagen im Lokal machten ihn zum „singenden Wirt“, seine „Serenata Italiana“ füllte sogar siebenmal die Kultbox.
Herausfordernde Zeiten, etwa während des Baus des benachbarten Forum Allgäu, meisterte Musto mit Ausdauer und der Treue seiner Stammgäste. Viele von ihnen begleiteten ihn über Generationen hinweg. „Liebe auf dem Teller“ und die Einfachheit der Gerichte seien stets sein Anspruch gewesen, sagt Musto gegenüber Allgäuer Zeitung – von Spaghetti aglio e olio bis zu Meeresfrüchten.
Mit dem Ruhestand will Toni Musto nun mehr Zeit für seine Familie haben, der Musik aber treu bleiben. Bis zum 28. Februar können Gäste das Mylord noch besuchen, Gutscheine sind bis 23. Februar einlösbar. Für viele bleibt Toni Musto vor allem eines: ein Wirt mit Seele – und Stimme.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Essen Italien Kempten Myloard tradition