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Sport

Multifunktionsgebäude: Spatenstich für Generationenprojekt

today30. Januar 2022

Hintergrund
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Der Fußballclub Memmingen 1907 e.V. (FCM) hat nach dreijähriger Planungszeit den Spatenstich für ein Multifunktionsgebäude in der Arena vorgenommen – für den Allgäuer Traditionsverein ein „historisches Generationenprojekt“, das die nachhaltige Zukunft in vielen Bereichen sichern soll.

Nach mehrfacher Überplanung liegt die aktuelle Kalkulation der Baukosten bei 4,35 Millionen Euro. Die vier Ebenen des Gebäudes sind barrierefrei zu erreichen. Den Planungen liegt ein umfangreiches Brandschutzkonzept und ein aufwändiges Energiekonzept zugrunde. Aufgrund dessen fällt der beantragte KfW-Zuschuss deutlich höher als erwartet aus und wurde noch gewährt, obwohl das Förderprogramm der Bundesregierung kurz darauf zumindest vorübergehend eingestellt wurde. Nachdem jetzt nach KFW 40 EE Standard gebaut wird, fallen zwar die Baukosten höher aus, wirken sich aber durch deutlich geringere Energiekosten in Zukunft positiv aus. Auf dem von der Stadt Memmingen durch Erbpacht zu entsprechenden Konditionen überlassenen Grundstück übernimmt der FC Memmingen die Finanzierung des Projekts.

Verwirklicht wird das Großprojekt mit vielen Partnern und Sponsoren, die sich hier in bisher beispielloser Weise engagieren und auch in schwierigen Planungsphasen immer wieder Antreiber waren. So sind bereits langfristige Partnerschaftsverträge in Millionenhöhe gezeichnet. Auch die beiden Hausbanken, die Sparkasse SchwabenBodensee und die VR-Bank Memmingen eG stehen in maßgeblicher Weise hinter dem Zukunftsprojekt. Ein besonderer Dank gilt den Vertretern der Stadt und der Verwaltung, die lösungsorientiert an der Verwirklichung mitgewirkt haben. FCM-Präsident Armin Buchmann betont, dass durch die Baufinanzierung dem Spielbetrieb keinerlei Gelder fehlen werden.

Die Finanzierung sei auch nicht von einer Spielklasse abhängig: „Wir schaffen das, egal ob wir Regionalliga, Bayernliga oder Landesliga spielen“. Im Umkehrschluss kann der FCM durch das Multifunktionsgebäude aber erhebliche Mittel erwirtschaften, die in den Sportbetrieb investiert werden und durchaus Perspektiven über die Regionalliga hinaus eröffnen können. Maßgeblich wird nicht nur eine weitere Säule einer Einnahmequelle geschaffen, sondern auch die Infrastruktur so grundlegend verbessert, dass sich der FC Memmingen in allen Bereichen weiterentwickeln und die Nachwuchsförderung (Junioren-Campus) noch nachhaltiger gestaltet werden kann. Professionelle Bedingungen werden geschaffen, die den Spielern von der ersten Mannschaft bis hinunter zu den Bambini zugutekommen werden. Auch der Breitensport mit der Tischtennisabteilung wird berücksichtigt. Ziel ist es, die ausgebildeten Fußballtalente entweder selbst zu halten oder zumindest entsprechende Transfererlöse zu erzielen, die wiederum in die eigene sportliche Entwicklung investiert werden. Damit werden laut Buchmann Grundlagen geschaffen, langfristig weiterhin im bayerischen Amateurspitzenfußball mitmischen zu können – und vielleicht eines Tages noch mehr.

Das 70 Meter lange Gebäude selbst fußt auf drei Säulen: Es werden zum einen längst erforderliche sanitäre Standards in der Arena geschaffen. Die multifunktionale Gestaltung bietet auf 900 qm und 4.500 Kubik umbautem Raum unter anderem Platz für Kabinen, Besprechungs- und Schulungsräume, Lagermöglichkeiten und einen Fitnessbereich. Kern ist ein großzügiger Gastro- und VIP-Bereich, der auch abseits von Fußballspielen genutzt und vermarket werden kann. Die drei Stockwerke bzw. vier Ebenen sind alle barrierefrei zu erreichen. Ein Aufzug wird eingebaut. Imposant ist die Fassadengestaltung mit viel Glas, unter dem Dach wird eine Galerie eingezogen, die wie auch die Dachterrassen einen freien Blick in die Arena ermöglicht. Das Gebäude integriert sich trotz seiner Größe in den Alleecharakter des Stadions und bildet ein archetektonisches Pendant zur angrenzenden Tribüne und der Stadionhalle im Osten, die als Industriedenkmal gilt. Mit dem ambitionierten Zeitplan sollen das Richtfest im Spätsommer 2022 und die Eröffnung bereits im Sommer 2023 erfolgen – dann mit dem „Solidaritätsspiel“ gegen den TSV 1860 München.

Zur Erinnerung: In der Corona-Pandemie konnte das Pokalspiel gegen die „Löwen“ nicht wie geplant ausgetragen werden. Die Münchner kamen durch den Memminger Verzicht kampflos im Wettbewerb weiter und sicherten dem FCM zu, später kostenfrei in der Arena anzutreten. Die allermeisten Fans haben ihre „Pokalkarten“ behalten und sorgten damit für einen wichtigen Beitrag für die Liquidität des Fußball-Clubs in der Pandemiezeit. Diese Karten haben nun uneingeschränkt Gültigkeit für das besondere Spiel im Jahr 2023, egal wie die KartenPreisgestaltung hier aussieht. Über die genauen Modalitäten wird dann rechtzeitig informiert

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Geschrieben von: Redaktion

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