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Wirtschaft

Mehr Arbeitslose im Allgäu im Januar

today31. Januar 2023

Hintergrund
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Der Winter hat mittlerweile auch den Allgäuer Arbeitsmarkt fest im Griff: im Januar kletterte die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen um 0,3 Punkte auf 2,9 Prozent. Damit waren zum Stichtag im Januar 11.271 Menschen im bayerischen Allgäu bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet.

„Dieser Anstieg kommt nicht überraschend“, erklärt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Wie schon im November und Dezember gehen immer mehr Betriebe mit witterungsabhängigen Tätigkeiten in eine erzwungene Saisonpause und stellen Mitarbeitende vorübergehend aus. Dazu kommt im Januar noch der Effekt des Jahresendes 2022: viele befristete Arbeitsverträge haben zum 31. Dezember 2022 geendet. Daraus resultierende Arbeitslosmeldungen schlagen sich dann im Januar in der erhöhten Arbeitslosenzahl nieder. Dabei positiv: der hohe Fachkräftemangel der Allgäuer Unternehmen lässt uns hoffen, dass die meisten arbeitslos gemeldeten Personen kurzfristig wieder in Arbeit einmünden werden.“

Dabei wirbt die Agenturchefin, die Qualifizierungsofferten der Agentur für Arbeit zu nutzen: „Derzeit sind die Chancen, mit einer passgenauen Qualifizierung oder sogar Umschulung einen krisenfesten und gutbezahlten Arbeitsplatz zu erhalten, besonders hoch. Angebote und Beratung gibt es von uns als Agentur für Arbeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch für Unternehmen. Lassen Sie sich beraten!“

Arbeitslosigkeit

Im Januar waren zum Stichtag im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen 11.271 Menschen arbeitslos gemeldet – ein Plus von 1.049 Personen bzw. 10,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat Dezember und von 637 Personen bzw. 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022. Die Arbeitslosenquote stieg auf 2,9 Prozent – 0,3 Punkte mehr als im Vormonat und 0,2 Punkte mehr als im Vorjahresmonat.

Im Januar vollzog sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu Dezember in allen Personengruppen: einen Zuwachs an Arbeitslosigkeit verzeichneten sowohl Jüngere unter 25 Jahren (115 Personen bzw. 13 Prozent mehr), wie auch Ältere über 50 Jahren (322 Personen bzw. 7,5 Prozent mehr), langzeitarbeitslose Menschen (54 Personen bzw. 2,3 Prozent mehr) und Menschen mit Schwerbehinderungen (66 Personen bzw. 6,9 Prozent mehr) im Vergleich zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022 ging die Arbeitslosigkeit bei den Menschen über 50 Jahren, den langzeitarbeitslosen Personen und den Personen mit Schwerbehinderungen allerdings erfreulicherweise zurück (ein Minus von 99 Personen bzw. 2,1 Prozent, von 231 Personen bzw. 8,9 Prozent und von 51 Personen bzw. 4,8 Prozent).

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist saisontypisch: aufgrund der Witterungslage kommt es bei manchen Betrieben im Bau- und Gartenbaubereich zu meist vorübergehenden Personalausstellungen. Der bis Mitte Januar recht milde Winter hat auch dazu geführt, dass manche Skibetriebe und Bergbahnen ihren Winterbetrieb (noch) nicht starten konnten oder wieder einstellen mussten. Dazu enden mit Jahres- und Quartalsende am 31. Dezember viele befristete Verträge. Damit verbundene Arbeitslosmeldungen schlagen im Januar zu Buche.

Einen besonders hohen Anstieg, vor allem im Vergleich zum Vorjahresmonat, zeigt die Gruppe ausländischer Personen: hier erfolgte zum Stichtag im Januar im Vergleich zu Dezember ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 357 Personen bzw. 10,3 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresjanuar um 1.010 Personen bzw. 35,9 Prozent. Dieser starke Anstieg hängt mit den ukrainischen Geflüchteten zusammen, die seit Juni 2022 in der Arbeitslosenstatistik auftauchen.

Die ukrainischen Geflüchteten bestimmen auch maßgeblich die unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen Agentur für Arbeit (SGB III) und Jobcenter (SGB II) im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022.

Bei den Jobcentern zeigt sich im Vergleich zu Januar 2022 der Bestand arbeitslos gemeldeter Menschen deutlich erhöht: ein Plus von 915 Personen bzw. 23,9 Prozent. Es sind auch diese im Bereich der Jobcenter (SGB II) arbeitslos gemeldeten Personen, die die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahresjanuar um 0,2 Punkte haben ansteigen lassen. Die Zahl der im Bereich der Agentur für Arbeit (SGB III) arbeitslos gemeldeten Menschen ist dagegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 278 Personen (minus 4,1 Prozent) zurückgegangen.

Aufgrund einer unplausiblen Datenlieferung des zugelassenen kommunalen Trägers Landkreis Oberallgäu im Januar 2023 wurden u.a. die Daten zur Arbeitslosigkeit für den Rechtskreis SGB II im Landkreis Oberallgäu und daraus folgend für die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen geschätzt. Einige Merkmale werden nicht geschätzt und liegen deshalb gar nicht vor. Dazu gehört die Auswertung der Zu- und Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit und umgekehrt. Diese konnten für den Januar 2023 nicht ermittelt werden und fehlen daher im vorliegenden Bericht. Ebenso konnte keine exakte Zahl für arbeitslos gemeldete Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Bereich SGB II (Jobcenter) ermittelt werden.

Arbeitsstellen

Zum Stichtag im Januar wurden im Agenturbezirk Kempten-Memmingen durch die Unternehmen 1.139 vakante Stellen neu gemeldet. Das sind 376 Stellen bzw. 24,8 Prozent weniger als im Vormonat und eine Stelle (0,1 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand an gemeldeten Stellen mit 7.499 Stellen verzeichnet im Vergleich zu Dezember einen Rückgang um 124 Stellen (minus 1,6 Prozent), aber einen deutlichen Zuwachs von 529 Stellen (7,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresjanuar.

Er liegt damit weiterhin auf hohem Niveau, und Allgäuer Betriebe aus fast allen Branchen melden Schwierigkeiten, geeignetes Personal für ihre offenen Stellen zu finden.

Dabei suchten die Unternehmen im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten Memmingen am häufigsten Mitarbeitende in den Berufsgruppen Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (660 Stellen), Verkauf (418 Stellen), Maschinenbau- und Betriebstechnik (359 Stellen), Metallbearbeitung (308 Stellen), Gastronomie (270 Stellen), Speisenzubereitung (251 Stellen), Elektrotechnik (245 Stellen) sowie Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege (231 Stellen).

Weiterbildung – wichtig für Arbeitnehmer und Betriebe

Von den 7.499 durch die Betriebe gemeldeten offenen Stellen im Januar gehörten 1.788 dem Helferbereich an, 4.109 Stellen dem Facharbeiterniveau und 1.602 Stellen waren für Spezialisten/Experten ausgeschrieben. Dies zeigt deutlich, welch hohen Arbeitskräftebedarf Unternehmen besonders auf der Qualifikationsebene von Facharbeiterinnen und Facharbeitern haben – das ist die Berufseben, die normalerweise mit einer abgeschlossenen Ausbildung erreicht wird. Dies birgt viele Chancen für arbeitssuchende und arbeitslose Personen: liegt bei ihnen eine geringe oder beruflich nicht mehr verwertbare Qualifikation vor, ist der Zeitpunkt günstig, eine Weiterbildung oder sogar Umschulung ins Auge zu fassen. Auch älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und/oder Personen, die sich aufgrund einer längeren Abwesenheit aus dem Beruf – z.B. aufgrund von familienbedingten Auszeiten – beruflich neuorientieren möchten oder müssen, bieten sich derzeit viele Qualifizierungschancen. In vielen Fällen ist auch eine finanzielle Unterstützung durch die Agentur für Arbeit möglich. Gleichzeitig bietet die Agentur für Arbeit auch eine Unterstützung für Betriebe an, die bereits bei ihnen Beschäftigte mit geringer oder nicht passender Qualifizierung weiterbilden und so ihren Fachkräftebedarf decken möchten.

Umfassende Beratung hinsichtlich möglicher und sinnvoller Qualifizierungen und Umschulungen sowie evtl. finanzieller Förderungen erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Berufsberatung im Erwerbsleben unter Telefon 0800/4 5555 00 (kostenfrei) oder Allgaeu.BBiE@arbeitsagentur.de und Betriebe bei ihrem Arbeitgeber-Service unter Telefon 0800/4 5555 20.

Kurzarbeit

Da die Unternehmen drei Monate Zeit für die Beantragung von Kurzarbeitergeld haben, liegen der Agentur für Arbeit die jüngsten gesicherte Daten von September 2022 vor. In diesem Monat wurde im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen für 545 Personen in 41 Betrieben Kurzarbeitergeld durch die Agentur für Arbeit bewilligt – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu Januar 2022 mit 8.088 Personen in 1.247 Betrieben.

Der derzeitige Beratungsbedarf hinsichtlich von Kurzarbeitergeld ist bei den Betrieben weiterhin hoch. Gestiegene Energiekosten und Arbeitsausfälle aufgrund des bis Mitte Januar milden Winters im Bereich der Skiregionen führen zu den Anfragen, aber in den meisten Fällen zu keiner Anspruchsberechtigung. Die häufigsten Gründe für die Bewilligung von Kurzarbeitergeld sind derzeit weiterhin Materialengpässe im Verarbeitenden Gewerbe.

Ausbildungsmarkt

Mit September 2022 hat das neue Beratungsjahr 2022/23 für die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen begonnen. Seit dem Start des neuen Schuljahres sind die Berufsberaterinnen und Berufsberater an allen Schularten aktiv dabei, auf die Schülerinnen und Schüler zuzugehen, die in den nächsten drei Jahren voraussichtlich die Schule verlassen werden. Ziel dabei ist es, allen einen einfachen Zugang zu der Beratung zu ermöglichen, die sie für einen erfolgreichen Ausbildungs- oder Studienstart benötigen.

Derzeit zeichnet sich ein ähnliches Bild ab wie im letzten Berichtsjahr: während die Unternehmen des Bezirks der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen zum Stichtag im Januar bereits 5.304 zu besetzende Ausbildungsstellen gemeldet haben – 277 Stellen mehr, als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr – waren am gleichen Tag 1.887 junge Menschen bei der Agentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet – 36 Personen weniger, als vor einem Jahr.

Da das Berichtsjahr noch bis zum 30. September läuft, ist natürlich noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt und es ist noch keine abschließende Beurteilung möglich. Aufgrund der bekannt guten Stellensituation für ausbildungssuchende Jugendliche melden sich diese auch nicht alle bei der Berufsberatung, da sie häufig eigenständig einen passenden Ausbildungsplatz finden. Dennoch lässt sich vermuten, dass die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen wieder ein ähnlich hohes Niveau wie letztes Jahr erreichen wird, während die Bewerberzahl tendenziell stabil bleibt oder sogar weiter zurückgehen könnte.

Von den 5.304 gemeldeten Ausbildungsstellen waren zum Stichtag im Januar noch 3.503 Stellen unbesetzt. Die Wirtschaftsklassen, in denen die meisten Ausbildungsstellen gemeldet waren, waren das Verarbeitende Gewerbe mit 1.582 Stellen, der Handel mit 1.229 Stellen sowie die Freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (hierzu zählen z. B. Steuerberatungsbüros) mit 664 Stellen. Gerade die ersten beiden Bereiche verzeichneten im Vergleich zum Stand des letztjährigen Januars ein deutliches Stellenplus von 194 bzw. 110 Stellen (14 bzw. 9,8 Prozent mehr).

Zu den häufigsten Berufen der gemeldeten Ausbildungsstellen gehörten bis zum Stichtag im Januar Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer, Industriemechaniker, Industriekaufleute und Kaufleute – Büromanagement. Demgegenüber suchten die weiblichen Jugendlichen am häufigsten Ausbildungen als Medizinische Fachangestellte, Industriekauffrauen, Kauffrauen – Büromanagement, Verkäuferinnen und Zahnmedizinischen Fachangestellte, während sich die männlichen Ausbildungssuchenden am häufigsten für Ausbildungen als Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker, Mechatroniker und Verkäufer interessierten.

Der Arbeitsmarkt in den Regionen

Mit Ausnahme der Kreise Lindau und Unterallgäu, in denen die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahres-Januar leicht zurückging bzw. stagnierte, sind im Januar in allen anderen Städten und Kreisen des Agenturbezirks Kempten-Memmingen die Arbeitslosenquoten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Im Stadtgebiet Kaufbeuren waren im Januar 1.096 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet – 102 Personen bzw. 10,3 Prozent mehr als im Vormonat und 65 Personen bzw. 6,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent – 0,4 Punkte mehr im Vergleich zu Dezember und 0,3 Punkte mehr als im Vorjahresmonat. Die Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur Kaufbeuren 74 neue vakante Arbeitsstellen – ein Plus von 20 Stellen bzw. 21,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von 57 Stellen bzw. 43,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Stellenbestand stieg im Vergleich zum Vormonat mit 481 gemeldeten offenen Stellen um fünf Stellen bzw. 1,1 Prozent und sank um 61 Stellen bzw. 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Kaufbeurer Unternehmen suchten vor allem in den Berufsgruppen Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (37 Stellen), Verkauf (26 Stellen), Maschinenbau- und Betriebstechnik (23 Stellen), Fahrzeugführung im Straßenverkehr und Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege (jeweils 22 Stellen), Elektrotechnik (20 Stellen) sowie Metallbearbeitung und Fahrzeug-, Luft-, Raum- und Schiffbautechnik (jeweils 16 Stellen).

In der Stadt Kempten betrug die Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen zum Stichtag im Januar 1.412 – ein Zuwachs von 146 Personen bzw. 11,5 Prozent im Vergleich zu Dezember und von 39 Personen bzw. 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,6 Prozent – ein Anstieg um 0,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat und um 0,1 Punkt im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Kemptener Betriebe meldeten der Arbeitsagentur zum Stichtag im Januar 185 neue vakante Stellen – 51 Stellen bzw. 21,6 Prozent weniger als im Vormonat und 52 Stellen bzw. 39,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand offener Stellen betrug 940 – 29 Stellen bzw. 3,0 Prozent weniger als im Dezember und 220 Stellen bzw. 30,6 Prozent mehr als im Januar 2022. Die meisten vakanten Stellen fanden sich in den Berufsgruppen Lagewirtschaft, Post, Zustellung und Güterverkehr (99 Stellen), Verkauf (66 Stellen), Informatik (51 Stellen), Arzt- und Praxishilfe (40 Stellen), Kaufleute Verkehr und Logistik (38 Stellen) sowie Unternehmensorganisation und -strategie (30 Stellen).

Im Januar waren in der Stadt Memmingen 964 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet – ein Zuwachs um 113 Personen bzw. 13,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von 134 Personen bzw. 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote betrug 3,8 Prozent – 0,4 Punkte mehr als im Dezember und 0,5 Punkte mehr als im Januar des Vorjahres. Die Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur 138 neue vakante Stellen – 40 Stellen bzw. 40,8 Prozent mehr als im Vormonat und 50 Stellen bzw. 56,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Stellenbestand belief sich auf 793 zu besetzende Arbeitsplätze – 21 Stellen bzw. 2,7 Prozent mehr als im Dezember und 21 Stellen bzw. 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Spitzenplatz bei den zu besetzenden Stellen nahmen die Berufsgruppen Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (111 Stellen), Verkauf (63 Stellen), Elektrotechnik (42 Stellen), Fahrzeug-, Luft, Raumfahrt- und Schiffbautechnik (40 Stellen), Maschinenbau- und Betriebstechnik (32 Stellen) sowie Arzt- und Praxishilfe und Fahrzeugführung im Straßenverkehr (beide jeweils 26 Stellen) ein.

1.287 Menschen waren im Januar im Kreis Lindau (Bodensee) arbeitslos gemeldet – 184 Personen bzw. 16,7 Prozent mehr als im Dezember und acht Personen bzw. 0,6 Prozent weniger als im Januar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 2,8 Prozent – 0,4 Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat und 0,1 Punkt weniger als im Vorjahresmonat. Die Lindauer Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur 237 neue vakante Arbeitsstellen – ein Minus von 52 Stellen bzw. 18,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von acht Stellen bzw. 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Stellenbestand lag bei 1.265 – das waren 60 Stellen bzw. 4,5 Prozent weniger als noch im Dezember und 20 Stellen bzw. 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten waren offene Stellen in den Berufsgruppen Metallbearbeitung (103 Stellen), Elektrotechnik und Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (beide jeweils 66 Stellen), Verkauf (63 Stellen), Maschinenbau- und Betriebstechnik (58 Stellen), Einkauf und Vertrieb (44 Stellen) sowie Lebensmittel- und Genussmittelherstellung (42 Stellen).

Im Kreis Oberallgäu betrug die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bürgerinnen und Bürger im Januar 2.376 – 30 Personen bzw. 1,3 Prozent mehr als im Vormonat und 341 Personen bzw. 16,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stagnierte im Vergleich zu Dezember bei 2,6 Prozent und stieg um 0,3 Punkte im Vergleich zu Januar 2022. Die Oberallgäuer Betriebe meldeten der Arbeitsagentur zum Stichtag im Januar 239 neue vakante Stellen – 76 Stellen bzw. 24,1 Prozent weniger als im Vormonat und 39 Stellen bzw. 19,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand an zu besetzenden Arbeitsstellen lag zum Stichtag bei 1.455 – ein Plus von 68 Stellen bzw. 4,9 Prozent im Vergleich zu Dezember und von 328 Stellen bzw. 29,1 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres. Am häufigsten wurden Arbeitskräfte in den Berufsgruppen Gastronomie (126 Stellen), Speisenzubereitung (121 Stellen), Verkauf (116 Stellen), Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (113 Stellen), Maschinenbau- und Betriebstechnik (88 Stellen) und Hotellerie (86 Stellen) gesucht.

2.209 Menschen waren zum Stichtag im Januar im Kreis Ostallgäu arbeitslos gemeldet – 178 Personen bzw. 8,8 Prozent mehr als im Vormonat Dezember und 111 Personen bzw. 5,3 Prozent mehr als im Januar letzten Jahres. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 2,7 Prozent – 0,2 Punkte mehr als im Vormonat und 0,1 Punkt mehr als im Vorjahresmonat. Die Unternehmen im Ostallgäu meldeten der Arbeitsagentur 84 neue zu besetzende Arbeitsstellen – 120 Stellen bzw. 58,8 Prozent weniger als im Dezember und 51 Stellen bzw. 37,8 Prozent weniger als im Januar letzten Jahres. Der Bestand offener Stellen lag im Januar bei 869 – ein Minus von 83 Stellen bzw. 8,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von 129 Stellen bzw. 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die meisten vakanten Stellen waren hier in den Berufsgruppen Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (90 Stellen), Verkauf (48 Stellen), Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege (46 Stellen), Metallbearbeitung (38 Stellen), Energietechnik und Gastronomie (beide je 36 Stellen) sowie Speisenzubereitung (35 Stellen) zu finden.

Im Kreis Unterallgäu waren im Januar 1.927 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet – 296 Personen bzw. 18,1 Prozent mehr als im Vormonat und 45 Personen bzw. 2,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag zum Stichtag bei 2,3 Prozent – 0,4 Punkte mehr als im Dezember und konstant im Vergleich zum Vorjahres-Januar. Die Unterallgäuer Betriebe meldeten der Arbeitsagentur 182 neue vakante Stellen – ein Minus von 97 Stellen bzw. 34,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von 24 Stellen bzw. 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der gesamte Stellenbestand lag im Januar bei 1.696 – ein Rückgang um 46 Stellen bzw. 2,6 Prozent im Vergleich zu Dezember und eine Zunahme um 130 Stellen bzw. 8,3 Prozent im Vergleich zum letztjährigen Januar. Am höchsten war die Arbeitskräftenachfrage in den Berufsgruppen Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und Güterumschlag (144 Stellen), Maschinenbau- und Betriebstechnik (108 Stellen), Metallbearbeitung (103 Stellen), Energietechnik (59 Stellen), Metallbau und Schweißtechnik (52 Stellen) und Arzt- und Praxishilfe (45 Stellen).

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Geschrieben von: Redaktion

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