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Aktuelles

IHK Schwaben fordert Nachbesserungen beim geplanten Kassengesetz

today4. November 2026

Hintergrund
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Die IHK Schwaben sieht beim geplanten neuen Kassengesetz erheblichen Nachbesserungsbedarf. Zwar unterstützen die Vertreter aus Handel, Tourismus und Gastronomie das Ziel, Steuerhinterziehung wirksam zu bekämpfen. Die vorgesehenen Regelungen könnten vor allem kleine und mittelständische Unternehmen allerdings mit zusätzlichen Kosten und Bürokratie belasten.

Symbolbild: Gesetz/Foto: Pixabay

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab 2028 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100.000 Euro elektronische Kassensysteme nutzen müssen. Außerdem sollen Kassenbelege verpflichtend digital bereitgestellt werden. Für viele Betriebe bedeutet das Investitionen in neue oder angepasste Kassensysteme sowie zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Besonders kritisch bewertet die IHK die geplante digitale Belegpflicht. Dr. Christiane Huber, Vorsitzende des Handelsausschusses, warnt vor zusätzlichen Belastungen für den ohnehin unter Druck stehenden Handel. Sie fordert unter anderem praxistaugliche Umsatzgrenzen, Ausnahmen für bestimmte Betriebsformen und ausreichend lange Übergangsfristen.

Auch Martin Neumeister, Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus und Gastronomie, sieht Probleme. Gerade kleine Betriebe hätten oft nur begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen. Zusätzliche technische Anforderungen würden Zeit binden, die dann im Betrieb und für die Gäste fehle.

Die IHK Schwaben fordert deshalb praktikable Lösungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Steuerbetrug müsse wirksam bekämpft werden, ohne Unternehmen gleichzeitig mit unverhältnismäßiger Bürokratie zu belasten.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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