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Rund 300 Bergrettungsspezialisten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol und Kroatien haben sich am vergangenen Wochenende in Bad Hindelang getroffen. Bei der internationalen Fachtagung tauschten sie Erfahrungen aus, diskutierten medizinische Herausforderungen und informierten sich über neue Technologien für Rettungseinsätze im Gebirge.

Auf dem Programm standen unter anderem Berichte über Höhlenrettungen in Kroatien, aufwendige Helikoptereinsätze mit Großtieren in der Schweiz und einen Lawineneinsatz in Südtirol, bei dem zehn Skitourengeher verschüttet worden waren. Auch Allgäuer Bergretter stellten einen schwierigen Wintereinsatz am Iseler vor. Dabei war ein abgestürzter Skitourengeher in einem lawinengefährdeten Steilhang schwer verletzt und stark unterkühlt worden. Trotz der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Behandlung in der Klinik Immenstadt verstarb der Patient.
Ergänzt wurde das Programm durch praktische Workshops zu medizinischer Versorgung, Erster Hilfe bei Hunden und technischen Hilfsmitteln. Zum Abschluss sprach der Südtiroler Bergsteiger Simon Messner über das traditionelle Bergsteigen im Alpinstil.
Dr. Herbert Mayer, Mitbegründer des Zentrums für Gebirgsmedizin und leitender Arzt der Allgäuer Bergwacht, verwies auf die steigende Zahl der Bergrettungseinsätze. Auch das öffentliche Interesse an der Bergrettung nehme zu. An der Klinik Immenstadt werden nach seinen Angaben jährlich rund 29.000 Notfallpatienten versorgt. Etwa 9.500 davon kommen direkt aus dem Gebirge.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu bergretter international Treffen
today28. Oktober 2026 2