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Die Fernwärmeversorgung am Hauptstandort von Magnet-Schultz in der Allgäuer Straße in Memmingen ist in Betrieb. Der Anschluss an das Wärmenetz Memmingen Süd der e-con AG verfügt über eine Leistung von 2.000 Kilowatt.

Magnet-Schultz hatte sich Ende 2024 für den Anschluss an das regionale Wärmenetz entschieden. Seit September wird die Fernwärme über einen Übergabecontainer auf zwei Heizungsanlagen am Standort verteilt. Für das Unternehmen ist der Anschluss Teil der langfristigen Energie- und Standortstrategie.
Im kommenden Jahr soll ein weiterer Schritt folgen: Dann ist geplant, industrielle Abwärme von Magnet-Schultz in das Wärmenetz einzuspeisen. Dadurch könnten künftig bis zu 1.000 Kilowatt Abwärme für die regionale Wärmeversorgung genutzt werden. Gleichzeitig soll die Abwärme aus Produktionsprozessen, unter anderem aus der Galvanikanlage, zur Kühlung des Standorts beitragen.
Technische Grundlage ist ein als 4-Leiter-System ausgeführtes Wärmenetz. Dabei soll ein separater Kreislauf die industrielle Abwärme aufnehmen und zum Heizwerk Memmingen-Benningen zurückführen. Eine geplante Großwärmepumpe soll die Temperatur dort anschließend auf das für die Fernwärme benötigte Niveau anheben.
Mit der geplanten Abwärmeanbindung wäre Magnet-Schultz der erste Kunde im Wärmenetz Memmingen Süd, der neben Fernwärme auch industrielle Abwärme in die regionale Wärmeversorgung einbringt. Künftig soll das System auch für die Abwärme weiterer Unternehmen genutzt werden.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu anschluss Fernwärme Memmingen