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Mit der 0:1-Heimniederlage des FC Memmingen im Gipfeltreffen der Regionalliga Bayern gegen den TSV Buchbach gingen einige Serien zu Ende, andere wurde fortgesetzt. Die Memminger mussten nach 543 Spielminuten wieder einen Gegentreffer hinnehmen, gingen nach sechs ungeschlagenen Spielen erstmals wieder leer aus. Auch im fünften Heimspiel in Folge gelang kein Treffer vor eigenem Publikum.

FCM-Trainer Matthias Günes kann sich nicht erinnern, so etwas schon einmal erlebt zu haben: „Das ist schon verrückt. Du schießt in fünf Heimspielen kein einziges Tor und stehst trotzdem auf Platz zwei. Ich weiß nicht, ob es das schon jemals gegeben hat.“ Dabei wäre wie auch in den vorangegangenen Heimspielen deutlich mehr möglich – vor allem in Sachen Torausbeute – möglich gewesen: „Es ist für uns maximal unglücklich gelaufen. Es gibt solche Spiele, da läuft einfach alles gegen dich. In meinen Augen haben wir die beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt, denn wir haben Buchbach von vorne bis hinten dominiert, aber schlichtweg das Tor nicht getroffen“, so Günes.
Schade für die über tausend Fans, die zum Spitzenspiel zwischen dem Zweiten und dem Ersten gekommen waren und die Mannschaft lautstark anfeuerten. Mit entscheidend war eine Szene in der ersten Halbzeit, als ein Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Thomas Stein nach einem Foul an Luis Pfaumann ausblieb (39. Minute). Unverständlich für Günes: „Da braucht man viel Fantasie, um da etwas anderes als einen Strafstoß zu sehen.“ Unverständlich auch für den gefoulten Pfaumann: „Mein Gegenspieler trifft mich im Strafraum unten am Fuß, ich bin frei durch. Meiner Meinung nach ein klarer Elfmeter. Im Nachhinein tut das schon weh, die Führung hätte uns sehr gutgetan.“ Eine folgenreiche Fehlentscheidung nicht nur nach Meinung des Stürmers: „Wer das erste Tor macht, gewinnt das Spiel wahrscheinlich am Ende auch.“ So war es denn auch. Auch für Buchbachs Trainer Sven Zurawka war der nicht gegeben Elfer eine von zwei Fehlentscheidungen am Freitagabend, denn FCM-Abwehrmann Rufus Roth hätte kurz danach nach einem Foulspiel auch Rot statt Gelb nach einem Foulspiel als „letzter Mann“ sehen können (40.).
Den Treffer des Tages erzielte in einer Partie, die das Prädikat „Topspiel“ durchaus verdiente, schließlich kurz nach der Pause Buchbachs Philipp Walter. Der Sonntagsschuss ins Kreuzeck des Innenverteidigers zum 0:1 saß (50.). Es war im Übrigen auch die erste wirklich gefährliche Möglichkeit der Gäste. „Buchbach kommt das erste Mal ins gegnerische Drittel und der Philipp Walter schießt den ins Kreuzeck. Wir alle wissen, wo die Dinger sonst landen, wenn er schießt. Nichts für ungut, aber in dieser Gegend ist er nicht so oft unterwegs“, stimmte der Aussage von Günes auch Zurawka lächelnd zu.
Noch bitterer als das Ergebnis war die schwere Verletzung von Lukas Rietzler. Er fiel nach einem Zweikampf unglücklich und musste mit einer Schulterverletzung und starken Schmerzen ausgewechselt werden (71.). Rietzler wurde mit dem Notarzt ins Klinikum gebracht. Die genaue Diagnose ist noch nicht bekannt, aber der Kapitän droht lange auszufallen.
Derweil darf sich der TSV Buchbach weiter über den Platz an der Sonne freuen und ist als einziges Regionalliga-Team weiter ungeschlagen, nachdem 1860 München in Burghausen verloren hat (1:3). Der TSV-Vorsprung auf dem Zweitplatzierten FC Memmingen beträgt fünf Punkte und kann im Nachholspiel in Unterhaching noch weiter ausgebaut werden. Dennoch bleibt Coach Zurawka weiter auf dem Boden: „Es sind weitere Punkte für den sicheren Klassenerhalt für den heuer wohl 45 gebraucht werden“.
(PM: FC Memmingen)
Geschrieben von: Stefanie Eller
Allgäu FC Memmingen fussball Memmingen