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Aktuelles

FC Memmingen sieht geplante Regionalliga-Reform kritisch

today23. September 2026

Hintergrund
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Beim FC Memmingen wird die geplante Reform der Regionalligen kritisch betrachtet. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat angekündigt, am 18. Dezember auf einem Verbandstag über die künftige Struktur der vierten Spielklasse und damit auch über Auf- und Abstieg aus der 3. Liga entscheiden zu lassen.

FCM-Logo/ Foto: FC Memmingen

Hintergrund ist die bisherige Aufstiegsregelung: Von den fünf Regionalliga-Meistern steigt derzeit jedes Jahr eine Mannschaft nicht direkt auf. Die Meister aus West und Südwest erhalten einen festen Aufstiegsplatz. Bayern, Nord und Nordost wechseln sich beim direkten Aufstieg ab, während die beiden übrigen Meister in einer Relegation um den verbleibenden Platz spielen.

Der Vorschlag des DFB sieht künftig vier Regionalliga-Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften vor. Nach dem sogenannten „Kompass-Modell“ würden die Staffeln nicht mehr strikt an Ländergrenzen ausgerichtet, sondern jährlich nach geografischen und Entfernungs-Gesichtspunkten zusammengestellt. Bayern würde dabei seine eigene Regionalliga verlieren. Die Organisation soll künftig unter der Federführung des DFB erfolgen. Geplanter Start ist die Saison 2028/29.

Für den FC Memmingen könnte das bei einer entsprechenden Qualifikation unter anderem Duelle mit Mannschaften aus Baden-Württemberg bedeuten. Genannt werden beispielsweise der VfR Aalen, der SC Freiburg II, der SSV Ulm, der FC 08 Villingen oder die Stuttgarter Kickers. Gleichzeitig könnten bisherige nordbayerische Gegner wie Aubstadt, Bayreuth oder Schweinfurt in eine andere Staffel wechseln.

FCM-Sportvorstand Serge Ahrens geht davon aus, dass eine Reform kommen wird. Er sieht allerdings den Amateur-Unterbau und die Zukunft kleinerer Vereine in der bisherigen Diskussion zu wenig berücksichtigt. Auch den FC Memmingen bezeichnet Ahrens in diesem Zusammenhang als kleinen Verein, der bei der Infrastruktur gegenüber einigen Konkurrenten dennoch Vorteile habe.

Eine weitere offene Frage sind die Anforderungen an die Stadien. Sollte der Spielbetrieb künftig unter dem Dach des DFB stattfinden, könnten auf Vereine wie Buchbach, Eichstätt, Eltersdorf, Vilzing und Illertissen höhere infrastrukturelle Anforderungen zukommen. Ahrens erwartet zudem sportlich größere Herausforderungen, da im Süden ambitionierte Vereine mit Profistrukturen und höheren Etats hinzukommen könnten. Dadurch könnte auch der finanzielle Druck auf die übrigen Vereine steigen.

Für den Vorschlag des DFB ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Widerstand gibt es unter anderem aus Bayern und dem Südwesten. Dort wird weiterhin ein Modell mit fünf Regionalligen favorisiert. Gleichzeitig soll die 3. Liga von derzeit 20 auf 22 Mannschaften aufgestockt werden. Fünf Absteiger würden dann dafür sorgen, dass alle fünf Regionalliga-Meister direkt aufsteigen.

Über die Reform soll am 18. Dezember beim DFB-Verbandstag entschieden werden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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