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Aktuelles

Von Chicago nach L.A.: Thomas Köppl startet nächste große Challenge

today8. September 2026

Hintergrund
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Thomas Köppl aus dem Allgäu hat erneut eine richtig große Challenge vor sich. Nachdem er letztes Jahr schon von Neuschwanstein bis nach London gelaufen ist und dabei Spenden für einen guten Zweck gesammelt hat, geht es dieses Mal über den großen Teich.

In den USA stellt er sich nämlich einer gigantischen Aufgabe: In 20 Tagen will er mit dem Fahrrad die bekannte Route 66 von Chicago bis nach L.A. fahren und dabei wieder Spenden für einen guten Zweck sammeln. Thomas war bei uns im AllgäuHIT-Studio zu Gast und hat mit unserem Kollegen Niklas über sein Projekt gesprochen. Hier gibt es das Gespräch zum Nachlesen.

Bildquelle: AllgäuHIT

Thomas, in 20 Tagen von Chicago nach L.A. zu fahren ist nicht ohne. Wie kamst du denn auf diese Idee?

Also an erster Stelle will ich natürlich immer meine eigenen Grenzen kennenlernen und testen. Aber die Hauptmotivation ist eigentlich, andere Leute zu motivieren und was Gutes zu bewegen und an die Leute zu denken, die vielleicht hier und da zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, was unter anderem kranke Kinder sein können.

Apropos: Es ist ja nicht so, dass du dich nur selber ein bisschen herausfordern willst. Es werden wieder, wie damals, als du auch schon nach London gelaufen bist, Spenden gesammelt, nicht wahr?

Genau, das möchte ich auch ausdrücklich immer sagen. Nicht ich soll da im Fokus stehen. Ich habe dankenswerterweise genug Anerkennung für meine sportliche Leistung im Leben bekommen. Hier ist der Fokus ganz klar auf den Kindern und auf der Motivation.

Und wo gehen die Spenden denn diesmal hin?

Also diesmal geht die Unterstützung an die Organisation Herzenswünsche. Die erfüllen kranken Kindern offene Wünsche und auch hier und da den letzten Wunsch von Kindern.

Nächste Woche geht es ja auch schon los, am 16. September. Da schwingst du dich aufs Radl. Es sind ja viele Kilometer, die du in 20 Tagen schaffen willst. Wie viele Kilometer muss man da pro Tag erreichen? Und was sind so die Herausforderungen, die auf dich warten?

Genau, also am 16. September geht es los. Da stehe ich in Chicago am offiziellen Startpunkt der Route Sixty-Six, und Ziel ist Los Angeles mit dem offiziellen Ende der Route Sixty-Six. Kilometer gibt es wahrscheinlich über 4.500 zu bewältigen, in 20 Tagesetappen. Das habe ich ähnlich aufgebaut wie den London Run im letzten Jahr. Und da werde ich täglich zwischen 150 und 350 Kilometer bewältigen müssen und insgesamt über 25.000 Höhenmeter.

Vor was hast du denn am meisten Respekt, was auf dich zukommen wird bei der Reise?

Also natürlich gehören diese Gegebenheiten, die ich dort habe, zu einer großen Challenge. Das heißt Berge, Wüste, Schnee, Kälte, aber natürlich auch die Höhenmeter. Aber ich glaube, die größte Challenge wird der mentale Faktor. Man kennt es ja bestimmt von den Bildern. Dort gibt es teilweise Straßen, die sind 100 Kilometer, Hunderte Kilometer gerade. Das heißt, du schaust immer in die gleiche Richtung und wahrscheinlich wird man das Gefühl haben, dass sich dort nichts bewegt, obwohl man stundenlang geradeaus radelt. Und ich denke, der mentale Faktor plus Hitze plus Kälte plus die Belastung ist so ein Gesamtpaket, vor dem man Respekt haben muss.

Und wie bereitet man sich jetzt darauf vor? Jetzt, denke ich, so kurz vor knapp heißt es erst mal noch ausruhen, oder?

Bildquelle: AllgäuHIT

Ja, genau. Also die letzten Tage jetzt vor der Challenge ist Regeneration der oberste Punkt. Aber bei mir gehört Training immer zum Alltag dazu. Ich habe dieses Jahr mehrere Ironmans und andere Veranstaltungen besucht. Das heißt, was das Training für den Körper angeht, bin ich eigentlich täglich damit in Verbindung. Aber wie gesagt, der größte Faktor wird das mentale Training, und da liegt jetzt auch der komplette Fokus drauf. Sich einfach darauf einlassen, sich sogar darauf freuen und dann, ja, versuchen, das hinter sich zu bekommen.

Du bist ja auch nicht alleine unterwegs, sondern hast auch einen Begleitwagen. Sind da auch noch Freunde oder Familie mit dabei, die dich, während du dich ausruhen kannst, mental ein bisschen pushen können, oder ist nur eine Person mit an Bord?

Also das wird natürlich ein Gemeinschaftsprojekt. Alleine schaffe ich so was niemals, das ist ein Riesen-Mammutprojekt. Und meine liebe Mama, die auch schon die London Challenge begleitet hat, die wird auch hier wieder die ganze Challenge mit einem Wohnmobil begleiten, was mir halt maximale Flexibilität gibt. Und bei der Halbzeit kommt noch meine Partnerin dazu. Das heißt, da habe ich auch noch mal Flexibilität plus Unterstützung. Und wir so als Dreierteam vor Ort werden das dann versuchen zu wuppen. Und natürlich habe ich hier im Allgäu noch ganz viele Leute, die mich immer motivieren, und auf die werde ich auch sehr angewiesen sein.

Was ist so dein Spendenziel? Wenn wir noch mal auf das letzte Jahr blicken, da war ja auch schon eine gute Zahl zusammengekommen. Willst du die Spendensumme diesmal noch toppen?

Am Ende vom Tag geht es, glaube ich, darum: Jeder Euro zählt. Ich war selber in der Kinderklinikabteilung und durfte sehen, wo das Geld ankommt. Da zählt wirklich jeder Euro, was Behandlungen und Equipment angeht. Deswegen ist es mir prinzipiell egal, wie hoch die Spendensumme wird. Letztes Jahr waren es über 10.000 Euro, das zu toppen, wäre natürlich schön. Aber es ist nicht mein primäres Ziel. Ziel ist zu helfen, und da zählt jeder einzelne Euro.

Wie können die Leute das Projekt dann genau unterstützen und spenden?

Also das ist immer die gleiche Vorgehensweise. Ich denke mal, so einen Tag, zwei Tage vorher oder am Start von meiner Challenge, also kurz vor dem 16. September, wird es einen PayPal-Link auf meinem Instagram-Account geben. Da kann man draufklicken und da sieht man dann auch, wie viel Geld zusammengekommen ist. Und den Betrag möchte ich dann noch ganz transparent an Herzenswünsche weitergeben.

Na, dann sind wir schon mal gespannt, wie viel Geld zusammenkommen wird. Dir, Thomas, auf jeden Fall toi, toi, toi, ganz viel Kraft natürlich und auch ganz viele Kalorien, weil die wirst du ja auch da verbrennen!

Genau, aber das Gute in den USA ist: Die Kalorien zu finden, wird dort sehr einfach sein.

Oh ja, das glaube ich auch. Dann viel Erfolg, und wir werden dich natürlich auch weiterhin begleiten. Du wirst uns während deiner Challenge immer wieder ein paar Updates schicken, wie es gerade läuft. Und dann hoffen wir mal, dass du in 20 Tagen in L.A. angekommen bist und dein Ziel erreichen wirst.

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Geschrieben von: Redaktion

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