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Panorama

Buchloe: Einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte in Schwaben liegt im Allgäu

today7. September 2026

Hintergrund
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Wer mit der Bahn durch das Allgäu unterwegs ist, kommt an Buchloe kaum vorbei. Der Bahnhof im Ostallgäu ist heute der zweitgrößte Umsteigebahnhof im Regierungsbezirk Schwaben und verbindet wichtige Bahnstrecken in Richtung München, Augsburg, Memmingen und Lindau.

Symbolbild Pixabay

Die Geschichte des Bahnhofs reicht fast 180 Jahre zurück. Eröffnet wurde er am 1. September 1847. Zu dieser Zeit hatte Buchloe rund 850 Einwohner. Der Bahnhof lag damals etwa einen Kilometer westlich des Ortes und war zunächst als Durchgangsbahnhof an der Ludwig-Süd-Nord-Bahn angelegt.

Schon in den Anfangsjahren hatte der Bahnhof eine wichtige Funktion. Dampflokomotiven konnten dort Wasser aufnehmen, Züge konnten sich kreuzen und auch der Güterverkehr spielte eine Rolle. Mit den neuen Bahnverbindungen nach München ab 1872 und über Mindelheim nach Memmingen ab 1874 entwickelte sich Buchloe schließlich zum Kreuzungsbahnhof und damit zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt.
Bis heute treffen in Buchloe vier Hauptbahnstrecken aufeinander. Sie führen unter anderem aus München und Augsburg sowie in Richtung Lindau und Memmingen. Der Bahnhof verfügt über fünf Bahnsteiggleise und wird täglich von rund 150 Regionalzügen angefahren. Dazu kommen 16 Eurocity-Express-Züge zwischen München und Zürich.

Für viele Fahrgäste ist Buchloe vor allem ein Umsteigepunkt. Besonders während der Hauptverkehrszeit steigen hier zahlreiche Menschen auf dem Weg nach München oder Augsburg um. Für den Tourismus sind unter anderem die Verbindungen nach Füssen sowie in Richtung Lindau und Oberstdorf wichtig.

Auch im Fernverkehr hatte Buchloe früher eine größere Bedeutung als heute. Im Jahr 1914 gab es beispielsweise direkte Zugverbindungen nach Berlin, Dresden, Frankfurt, Köln, Basel, Genf, Zürich, Mailand und Marseille. In den 1930er-Jahren reichten die Verbindungen unter anderem bis nach Prag, Hamburg, Bremen und Lyon.

Eine wichtige internationale Verbindung ist bis heute geblieben: Seit 1987 halten Züge zwischen München und Zürich in Buchloe. Nach der Elektrifizierung der Strecke über Memmingen und Lindau werden sie seit Dezember 2020 als Eurocity-Express geführt. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 verkehren täglich acht Zugpaare zwischen München und Zürich über Buchloe, Memmingen und Lindau-Reutin.

Neben dem Personenverkehr war Buchloe über Jahrzehnte auch ein bedeutender Güterbahnhof. Vor allem Holz, landwirtschaftliche Produkte und Vieh wurden dort verladen. 1970 verfügte der Bahnhof über 19 Gleise und war damit der zweitgrößte Rangierbahnhof der damaligen Bundesbahndirektion Augsburg. Heute sind noch drei Anschlussgleise zu Unternehmen vorhanden, zudem wird der Bahnhof weiterhin für die Zugzusammenstellung und -verteilung genutzt.

Auch das Bahnhofsgebäude hat sich im Laufe der Zeit mehrfach verändert. Nach mehreren Neubauten wurde das heutige Empfangsgebäude im Oktober 2015 fertiggestellt. Die ursprünglich dort angesiedelten Geschäfte und Einrichtungen sind inzwischen allerdings weitgehend verschwunden – aktuell herrscht im Bahnhof Leerstand.

Trotz dieser Veränderungen bleibt Buchloe ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Allgäu. Fünf Bahnsteiggleise, zahlreiche Regionalverbindungen und täglich acht Eurocity-Express-Zugpaare nach Zürich machen den Bahnhof zu einem bedeutenden Bestandteil des bayerischen Bahnnetzes.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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