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Aktuelles

Rappenalpbach: Renaturierungsarbeiten nach Umweltskandal abgeschlossen

today25. August 2026

Hintergrund
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Vier Jahre nach der illegalen Ausbaggerung des Rappenalpbachs bei Oberstdorf sind die Renaturierungsarbeiten abgeschlossen. Wie der BR berichtet, wurden Dämme entfernt, Schotter bewegt und das Bachbett wieder aufgeweitet. Erste Pflanzen und Tiere kehren zurück – bei den Älplern bleibt allerdings die Sorge vor künftigem Hochwasser.

Kettenfahrzeug, Bagger (Symbolfoto) / Foto: Pixabay

Vier Jahre nach der illegalen Ausbaggerung des Rappenalpbachs im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen sind die Renaturierungsarbeiten abgeschlossen. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurden im oberen Bereich des Wildbachs zuletzt erneut Bagger eingesetzt. Rund zwei Wochen lang wurden Dämme abgetragen, Schotter bewegt und das Bachbett aufgeweitet, damit sich der Rappenalpbach wieder natürlicher entwickeln kann.

Der streng geschützte Bach war 2022 auf einer Länge von rund eineinhalb Kilometern unzulässig ausgebaggert worden. Dadurch wurde der Wildbach weitgehend zerstört, zahlreiche Lebewesen verendeten. Die Verantwortlichen wollten mit den Arbeiten unter anderem eine Straße und angrenzende Weideflächen vor Hochwasser schützen. Die anschließenden Strafverfahren endeten mit Geldauflagen, aber ohne Urteil.

Inzwischen siedeln sich im unteren Bereich des Bachs wieder typische Pflanzen und Tiere an. Auch im oberen Bereich soll die Natur jetzt möglichst selbst für die weitere Entwicklung sorgen. Nach Angaben des BR wurden dafür unter anderem künstliche Wälle entfernt und die Gewässersohle mit Schotter angehoben. Die Kosten der aktuellen Arbeiten teilen sich die Alpgenossenschaften im Rappenalptal und das Landratsamt.

Naturschützer bewerten die Maßnahmen positiv. Bei den Älplern bleibt dagegen die Sorge vor Starkregen und Hochwasser. Parallel zu den Arbeiten wurden außerdem alte Dämme geöffnet. Dadurch kann der Rappenalpbach künftig wieder eine rund 6,5 Hektar große Naturwaldfläche überfluten, was bei Hochwasser auch die Weideflächen und Verkehrswege entlasten könnte

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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