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Aktuelles

Allgäu-Tag 2026: 350 Entscheidungsträger diskutieren über die Zukunft der Region

today11. August 2026

Hintergrund
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Wie kann sich das Allgäu für die kommenden Jahre aufstellen? Mit dieser Frage haben sich beim traditionellen Allgäu-Tag der Allgäu GmbH rund 350 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt.

Kempten, 10.08.2026 – ALLGÄU TAG 2026 im Kornhaus Kempten.
1. Reihe von links: Moderator Uli Hagemeier, Prof. Dr. Stephan A. Jansen, Stefan Egenter, Klaus Fischer., 2. Reihe von links: Bernd Stapfner (Landrat des Landkreises Ostallgäu), Christian Schoch (Oberbürgermeister Stadt Kempten), Christian Wilhelm (Landrat Landkreis Oberallgäu).
Foto: Allgäu GmbH, Dominik Berchtold

Im Mittelpunkt stand die Zukunfts-Keynote des Wissenschaftlers Prof. Dr. Stephan A. Jansen. Unter dem Titel „Transformative Region: Eine Weltreise vom Makro zum Nano“ zeigte er auf, wie globale Entwicklungen – von technologischen Innovationen bis hin zu neuen wirtschaftlichen Dynamiken – die Zukunft und Handlungsfähigkeit des Allgäus beeinflussen.

Jansen formulierte dabei vier zentrale Empfehlungen für die Region. Statt immer neuer touristischer Attraktionen solle das Allgäu vor allem auf seine vorhandenen Stärken wie Landschaft, Berge und Erholung setzen. Gleichzeitig brauche es eine gemeinsame Besucherlenkung, um den Tourismus besser in die Fläche zu verteilen. Auch Ganzjahres- und Gesundheitstourismus würden angesichts des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnen. Als weitere Chance nannte Jansen eine gemeinsame Transformationsstrategie, die Tourismus, Landwirtschaft, Energie und Mobilität miteinander verbindet.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, Christian Wilhelm, warb in seiner Grundsatzrede ebenfalls für eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Region. Klimawandel, Digitalisierung und demografischer Wandel würden das Allgäu vor große Veränderungen stellen. Diese Herausforderungen könnten nicht von einzelnen Landräten, Bürgermeistern oder Unternehmen bewältigt werden. Wilhelm sprach sich deshalb für ein „gemeinsames Allgäu“ und eine stärkere partei- und grenzübergreifende Zusammenarbeit aus.

Die Allgäu GmbH soll dabei künftig noch stärker als Entwicklungsplattform für die Region fungieren. Wissen soll gebündelt, Trends sollen früh erkannt und Innovationen vorangetrieben werden. Auch bei der Mobilität sieht Wilhelm Handlungsbedarf. Der öffentliche Nahverkehr müsse über Landkreis- und Verbundgrenzen hinweg besser aufeinander abgestimmt werden.

Ein weiteres Thema war die Finanzierung der touristischen Infrastruktur. Der Tourismus bringt laut Allgäu GmbH jährlich rund 1,9 Milliarden Euro Wertschöpfung in die Region. Wilhelm fordert deshalb vom Freistaat Bayern eine Neuregelung der Finanzierung. Auch Kommunen ohne touristisches Prädikat oder Kurbeitrag bräuchten rechtssichere Möglichkeiten, Gäste und Betriebe an den Kosten für die notwendige Infrastruktur zu beteiligen.

Auch die geplante Bewerbung Bayerns um die Olympischen und Paralympischen Spiele wurde angesprochen. Das Allgäu möchte dabei erneut Teil der bayerischen Bewerbung sein und sich als möglicher Austragungsort positionieren.

Unter der Moderation von Uli Hagemeier wurde anschließend über die Zukunftsfähigkeit des Allgäus diskutiert. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie die Region Veränderungen aktiv gestalten kann. Die zentrale Botschaft des Allgäu-Tags: Die Zukunft soll nicht nur vorhergesagt, sondern gemeinsam gestaltet werden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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