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Die anhaltende Trockenheit macht sich zunehmend bei der Trinkwasserversorgung im Oberallgäu bemerkbar. Zwar sind die öffentlichen Versorgungsnetze in den meisten Gemeinden weiterhin gesichert, vielerorts liefern private Quellen jedoch bereits deutlich weniger Wasser oder sind teilweise ganz versiegt.

Auch die jüngsten Regenfälle haben die Situation bei den Grundwasserständen bislang kaum entspannt. Deshalb appellieren mehrere Kommunen weiterhin an die Bevölkerung, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Während einige Gemeinden in den Ferien mit einem geringeren Verbrauch rechnen, steigt der Wasserbedarf andernorts – insbesondere dort, wo private Quellen nicht mehr ausreichend Wasser liefern.
Besonders angespannt ist die Lage in Haldenwang. Die Gemeinde versorgt sich größtenteils über eigene Quellen. Die Hochbehälter müssen nachts für den Verbrauch des folgenden Tages gefüllt werden. Nach Angaben von Bürgermeister Martin Fackler gelingt das aktuell teilweise nur knapp. Sollte die Trockenheit weiter anhalten, könnten Einschränkungen bei bestimmten Wasserverwendungen notwendig werden.
Auch in Waltenhofen ist die Situation außergewöhnlich. Dort steht derzeit ungewöhnlich wenig Grundwasser zur Verfügung. Das wird durch Fernwasser ausgeglichen. Vorsorglich wurden öffentliche Brunnen abgestellt und Sportplätze werden nicht mehr bewässert.
In Kempten ist die Trinkwasserversorgung dagegen weiterhin gesichert. Rund 80 Prozent des benötigten Wassers kommen über Fernwasser, etwa 20 Prozent stammen aus eigenen Quellen.
In Wiggensbach wird die Versorgungslage als ernst, aber weiterhin gesichert beschrieben. Rund 85 Prozent der Anwesen sind an das gemeindliche Netz angeschlossen. Bei den übrigen Anwesen reicht das Wasser aus eigenen Quellen teilweise nicht mehr für den aktuellen Bedarf.
Weniger kritisch ist die Lage derzeit unter anderem in Altusried, Betzigau, Durach, Sulzberg und Weitnau. Dort ist die öffentliche Trinkwasserversorgung nach Angaben der Gemeinden gesichert. Allerdings sind auch hier teilweise private Brunnen und Quellen von der Trockenheit betroffen.
Wie sich die Situation weiterentwickelt, hängt vor allem von den kommenden Niederschlägen und dem Wasserverbrauch ab. Die Kommunen bitten deshalb weiterhin darum, Trinkwasser möglichst sparsam zu verwenden.
Wie die Allgäuer Zeitung berichtet, sind die Grundwasserstände infolge der anhaltenden Trockenheit niedrig und die Situation bei der Trinkwasserversorgung unterscheidet sich teils deutlich von Gemeinde zu Gemeinde.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu oberallgäu Situation trinkwasserversorgung