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Aktuelles

Ermittlungen nach Tierschutzeinsatz in Oberegg

today27. Juli 2026

Hintergrund
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Nach einem Tierschutzeinsatz auf einer Schafweide in Oberegg im Unterallgäu ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Memmingen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Auslöser waren Hinweise auf mögliche Missstände, die das Team Hörmann am späten Samstagabend, 18. Juli, erhalten hatte. Ein zugesandtes Video wurde noch in der Nacht von einer Veterinärin bewertet.

Foto: Philipp Hörmann

Am Sonntagmorgen gegen 6:45 Uhr wurde schließlich die Polizei verständigt und zur Einsatzstelle gerufen. Vor Ort zogen die Beamten eine Amtsveterinärin hinzu, außerdem wurde ein Tierarzt hinzugezogen. Ein Mutterschaf mit zwei Lämmern konnte nicht mehr gerettet werden und musste aus Tierschutzgründen eingeschläfert werden.

Das Veterinäramt Unterallgäu erklärt dazu, dass eine Tötung eines Tieres nur dann veranlasst werde, wenn dies aus Gründen des Tierschutzes zwingend erforderlich sei. Aufgrund des laufenden Verfahrens könne man derzeit keine weiteren Angaben zu den Untersuchungsergebnissen machen.

Die beiden Lämmer verblieben beim Tierhalter. Nach Angaben des Veterinäramts wurden sie bereits zuvor von Hand gefüttert, da das Muttertier keine Milch hatte. Diese Versorgung werde zunächst fortgeführt.

Das Team Hörmann hat inzwischen Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Memmingen gestellt. Zudem wurde das sichergestellte Bildmaterial an die Polizeiinspektion Mindelheim übergeben. Philipp Hörmann spricht von einem schwerwiegenden Verdacht und kritisiert, dass der Zustand des Tieres möglicherweise über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend beachtet worden sei.

Der betroffene Schafhaltungsbetrieb mit rund 280 Tieren war bereits in der Vergangenheit Thema öffentlicher Berichterstattung. Nach Angaben des Veterinäramts Unterallgäu gab es in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 15 Kontrollen, davon sechs ohne Beanstandungen. Bei den übrigen Kontrollen seien Mängel festgestellt und entsprechende Maßnahmen zur Behebung angeordnet worden.

Der Betriebsinhaber wollte sich zu den aktuellen Vorwürfen nicht äußern. Die Ermittlungen und die Auswertung des vorliegenden Materials dauern an.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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