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Ein Gewittersturm hat Mitte Juli in den Wäldern westlich von Lindau erhebliche Schäden hinterlassen. Besonders betroffen sind die Bereiche zwischen Bodolz und Oberreitnau. Nach Angaben der Forstbehörden sind rund 2.000 Festmeter Schadholz entstanden – das entspricht etwa 2.000 mittelalten Bäumen.

Vor allem Fichten wurden durch die starken Sturmböen beschädigt. Viele Bäume brachen in fünf bis zehn Metern Höhe ab, zudem wurden Bäume entwurzelt oder umgebogen. Auch Weißtannen und Laubbäume sind betroffen.
Für Waldbesucher besteht in den beschädigten Bereichen derzeit eine erhöhte Gefahr. In den Baumkronen können noch abgebrochene Äste und Kronenteile hängen, die jederzeit herunterfallen können. Auch verkeilte oder umgebogene Bäume können sich plötzlich lösen.
„In den betroffenen Waldbereichen ist deshalb besondere Vorsicht geboten“, warnt Christian Müller, Leiter des Forstreviers Lindau.
Die Forstleute raten Waldbesitzern, das Schadholz möglichst schnell aufarbeiten zu lassen. Frisches Bruchholz bietet laut Simon Östreicher vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten ideale Bedingungen für den Borkenkäfer. Besonders beschädigte Fichten sollten deshalb zeitnah aus dem Wald entfernt werden.
Die Aufarbeitung des Sturmholzes ist jedoch gefährlich, da viele Bäume unter Spannung stehen. Experten empfehlen deshalb, für die Arbeiten professionelle Unterstützung mit geeigneten Maschinen wie Harvestern oder fernsteuerbaren Forstseilwinden in Anspruch zu nehmen.
Unterstützung bei der Einschätzung der Schäden und der Organisation der Aufarbeitung erhalten Waldbesitzer unter anderem beim Forstrevier Lindau und der WBV Westallgäu e.V..
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Lindau unwetter waldschäden