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Der geplante Ersatzneubau der Wertachbrücke in der Neugablonzer Straße stellt die Stadt Kaufbeuren vor große finanzielle Herausforderungen. Die Maßnahme ist nach Angaben der Stadt notwendig, da die bestehende Brücke das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat und voraussichtlich nur noch bis 2027 eingeschränkt betrieben werden kann.

Der Neubau soll nach aktuellem Planungsstand von März 2027 bis Oktober 2028 umgesetzt werden. Die Gesamtkosten werden mit rund 7,7 Millionen Euro veranschlagt. Durch eine staatliche Förderung von etwa 85 Prozent würde der Eigenanteil der Stadt bei rund 2,05 Millionen Euro liegen.
Während der Bauarbeiten ist eine Behelfsbrücke vorgesehen, damit die wichtige Verkehrsverbindung aufrechterhalten werden kann. Diese würde rund 1,55 Millionen Euro kosten, wovon nach Abzug der Förderung etwa 402.500 Euro bei der Stadt verbleiben würden. Die Verwaltung sieht sich jedoch aufgrund der angespannten Haushaltslage derzeit nicht in der Lage, die notwendigen Mittel ohne weitere Einsparungen und Verschiebungen anderer Projekte bereitzustellen.
Betroffen sein könnten unter anderem geplante Investitionen wie die Kanalsanierung, die Sanierung der Doppelturnhalle des Jakob-Brucker-Gymnasiums, Ersatzbeschaffungen für den Bauhof sowie Maßnahmen im Bereich Hochwasserschutz und Kläranlage.
Die Kämmerei hält angesichts der Situation einen Nachtragshaushalt für notwendig. Zudem wird auf eine angespannte Liquiditätslage hingewiesen. Die Stadtpolitik diskutiert deshalb über mögliche Einsparungen und Prioritäten bei zukünftigen Investitionen.
Die Wertachbrücke soll trotz der finanziellen Herausforderungen ersetzt werden. Ohne eine Behelfsbrücke müsste die Neugablonzer Straße während der Bauzeit voraussichtlich vollständig gesperrt werden, was erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in Kaufbeuren hätte.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Haushalt Kaufbeuren wertachbrücke